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Beiträge

Vorschläge des DBV zum Green Deal

Vergangene Woche veröffentlichte der Deutsche Bauernverband (DBV) seine ersten zehn Vorschläge zur Ausgestaltung des Europäischen Green Deal. Darin stellt er unter anderem klar, dass Klimaschutz nur mit Landwirtschaft möglich ist, es einheitlicher europäischer Regeln und Standards bedarf sowie Zielkonflikte zwischen Naturschutz und Landnutzung aufzuheben sind. Die gesamten Vorschläge sind unter Mitgliederbereich/Downloads/GAP und Greening/ einsehbar. 

Workshop „Twitter in der landwirtschaftlichen Öffentlichkeitsarbeit“

Ehemalige und amtierende US-Präsidenten nutzen es, berühmte Pop-Stars und bekannte Größen aus dem Sportgeschäft sowieso: Der 2006 gestartete Kurznachrichtendienst Twitter gehört zu den bekanntesten sozialen Netzwerken. Doch was ist Twitter genau und wie funktioniert es? Welchen Mehrwert hat Twitter für die landwirtschaftliche Öffentlichkeitsarbeit und wie sehen die ersten Schritte nach der Anmeldung aus? All das soll in einem Workshop erläutert werden, der am 25. Februar in Erfurt stattfindet. Eingeladen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Führungsebenen aus landwirtschaftlichen Betrieben, Unternehmen oder Verbänden aus dem landwirtschaftlichen Umfeld, die sich für soziale Medien interessieren, diese aktiv nutzen oder dies planen. Umfangreiche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet als Kooperation zwischen der Initiative Heimische Landwirtschaft und der Regionalgeschäftsstelle Mitte der Kreisbauernverbände Erfurt-Sömmerda, Gotha, Ilm-Kreis sowie Weimarer Land statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich (E-Mail: info@heimische-landwirtschaft.de, Telefon: 0361/ 26 25 33 30). Weitere Informationen finden Sie im Veranstaltungsflyer.

Foto: Photo Mix/Pixabay

Solar-Run auf die Flächen?

Auch in Thüringen nehmen die Aktivitäten der Solarbranche zu. Umwelt- und Energieministerin Anja Siegesmund erinnert immer wieder an ihr erklärtes Ziel, Thüringen bis 2040 Energieautark mit 100 Prozent erneuerbaren Energien zu machen. Das geht nur mit einem gesunden Mix aus Wasserkraft, Wind, Solar und Biomasse. Die meisten Bereiche sind aber laut einer Studie der Hochschule Nordhausen weitestgehend ausgereizt. Die größten Potentiale in Thüringen liegen noch im Solarbereich. Bei den Thüringer Landwirten schrillen hierbei die Alarmglocken, ist doch zu erwarten, dass hierfür landwirtschaftliche Flächen geopfert werden sollen. Grund genug, gemeinsam mit der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) die aktuellen Aktivitäten der Solarbranche zu besprechen und eigene Zielvorstellungen zu formulieren. Die ThEGA bestätigt die vermehrte Nachfrage nach großen Flächen für Solarfelder, die vor allem von außerthüringischen Investoren kommt. Wird es nun einen Run auf die Flächen geben? Vorrangflächen für Solar sollten aber laut Studie zunächst Dachflächen sein. Der Thüringer Bauernverband (TBV) geht diesbezüglich konform: Solar gehört auf Dachflächen. Es gibt hier viele sinnvolle Konzepte für Photovoltaikanlagen, die auf Dachflächen – mit oder ohne Dachsanierung – von Tierställen oder auf brachliegenden Gewerbe- und Industrieflächen errichtet werden können. Die Nutzung wertvoller landwirtschaftlicher Nutzflächen für Photovoltaikanlagen ist für den TBV keine Option.

Foto: Pixabay

Thüringer Milchtag: Milchviehhaltung im neuen Jahrzehnt

Wie halten wir Milchkühe in zehn Jahren? Gibt es dann überhaupt noch eine nennenswerte Milchviehhaltung in Thüringen? Die kürzlich veröffentlichen Zahlen zu den Milchviehbeständen in Thüringen geben durchaus Anlass zur Sorge. Im November wurden noch rund 97.000 Milchkühe gezählt, damit wurde die 100.000-Marke erstmals unterschritten. Eine besorgniserregende Entwicklung, deren Ursachen vielfältig sind. Die Verschärfung der Düngeverordnung, immer höhere Anforderungen an das Tierwohl und Nachhaltigkeitsaspekte bei anhaltend zu niedrigen Milchpreisen zwingen die Milchviehhalter zunehmend in die Knie. Wie soll unter diesen Bedingungen die Milchproduktion in zehn Jahren aussehen? Welche Konzepte sind zukunftsfähig? Und gibt es der Markt überhaupt her, den Anforderungen gerecht zu werden? Diese Fragen werden auf dem 24. Thüringer Milchtag am 16. März im Congress Center der Messe Erfurt diskutiert. Jeder ist gerne eingeladen. Das genaue Tagungsprogramm wird zeitnah veröffentlicht. 

Foto: TBV

SuedLink/SuedOstLink: TBV ringt um Rahmenvereinbarung

Nachdem die Bundesnetzagentur im letzten Jahr den 1.000 Meter breiten Trassenkorridor für den SuedOstLink Teilabschnitt B (Raum Naumburg/Eisenberg-Hof) festgelegt hat, wurde nach Antrag des Vorhabenträgers 50 Hertz das Planfeststellungsverfahren eröffnet. In der Antragskonferenz am 4. Februar in Zeulenroda wird nunmehr u.a. der beabsichtige Trassenverlauf erörtert werden.

Zum SuedOstLink, Teilabschnitt A (Wolmirstedt-Raum Naumburg/Eisenberg), wird eine Entscheidung bezüglich des Trassenkorridors im Februar 2020 erwartet. Der SuedLink, Abschnitte C und D (Bad Gandersheim/ Seesen-Gerstungen, Gerstungen-Bergrheinfeld West/ Arnstein), befindet sich weiterhin im Bundesfachplanungsverfahren. Eine Entscheidung steht hier noch aus.

Der Thüringer Bauernverband ringt derzeit zusammen mit den anderen vom Trassenverlauf betroffenen Bauernverbänden um eine Rahmenvereinbarung zu Entschädigungsfragen mit den Vorhabenträgern der beiden Erdkabelprojekte. Ziel ist es, eine einheitliche Regelung herzustellen, um die betroffen Landwirte in Fragen der Entschädigung abzusichern. Zwischen den Vorhabenträgern TenneT und TransnetBW sowie Bauernverbänden wird es am 5. Februar hierzu ein erstes Sondierungsgespräch geben. 50 Hertz lehnt demgegenüber eine solche Vereinbarung bisher ab und beabsichtigt einzelvertragliche Regelungen zu treffen.

Foto: TenneT

Unterkategorien

2020  Thüringer Bauernverband e.V.
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