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Die sogenannten „neuen Bauernregeln“ sind flach, infantil und diffamierend

Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes e.V. Dr. Klaus Wagner kritisierte gestern die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) am 2. Februar veröffentlichten sogenannten „neuen Bauernregeln“: „Diese flache und infantile Darstellung suggeriert ein völlig falsches Bild der heimischen Landwirtschaft. Die Landwirte werden als Tierquäler und Umweltvergifter diffamiert, was völliger Unsinn ist. Lebensmittel wurden in Deutschland noch nie so kontrolliert erzeugt und waren noch nie so gesund, wie das heute der Fall ist.“Die Darstellung und der Informationsgehalt sind aus Sicht Wagners ein Zeichen dafür, wie wenig Sachkompetenz zum Thema Landwirtschaft im BMUB vertreten sei. „Die Bundesumweltpolitik ist offenbar auch im postfaktischen Zeitalter angekommen.“, so Wagner.

Anlässlich der öffentlichen Konsultation der EU zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik startete das BMUB am 2. Februar die Kampagne „Gut zur Umwelt. Gesund für alle.“ Im Stile alter Bauernregeln wirbt Bundesumweltministerin Hendricks seitdem für eine aus Ihrer Sicht naturverträgliche Landwirtschaft und eine Reform der europäischen Agrarförderung. Die in Reimform veröffentlichten sogenannten „neuen Bauernregeln“ können unter http://www.neue-bauernregeln.de/eingesehen werden. Darin werden auf fragwürdiger Faktenbasis neben der Schweinehaltung auch der Pflanzenbau sowie der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kritisiert.

Dr. Klaus Wagner wurde am 7. Dezember 2016 zum neuen Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes gewählt. Er versucht seither mit allen gesellschaftlichen und politischen Kräften in einen fairen Dialog zu treten, um den Interessen der Landwirte im Freistaat Geltung zu verschaffen und anstehende Veränderungen in der Landwirtschaft mitzugestalten. 

Foto: A. Horn; Dr. Klaus Wagner
 
2017  Thüringer Bauernverband e.V.