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Medieninformation SuedLink

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Thüringer Bauernverband e.V. ruft Landwirte zum Widerstand gegen die aktuelle Planung der Stromtrasse SuedLink auf 

Vorgestellte Planung für den Verlauf der Stromtrasse wird für die Landwirte zu immensen Belastungen führen ohne Sicherheit auf angemessene Entschädigung

Der Thüringer Bauernverband e.V. lehnt die gestern von Netzbetreiber TenneT vorgelegte Vorschlagsvariante für eine neue Stromtrasse durch Thüringen entschieden ab und ruft die Landwirte und Bodeneigentümer zum Widerstand auf. Die veröffentlichten Planungen für den sogenannten SuedLink belasten die Landwirte Thüringen in massiver Weise ohne, dass eine angemessene Entschädigung sichergestellt ist. Dies gilt umso mehr, da die Thüringer Landwirte und Bodeneigentümer bereits durch den Bau einer anderen Stromtrasse durch Ostthüringen, des sogenannten SuedOstLinks, mit Flächenverlusten sowie Ernte- und Einnahmeausfällen einen hohen Beitrag für den Stromtransport von Nord- nach Süddeutschland bezahlen.

„Wir rufen alle Landwirte und Bodeneigentümer im Freistaat zum Widerstand gegen diese Pläne auf und fordern eine abgestimmte Zusammenarbeit aller Betroffenen. Es kann nicht sein, dass allein Thüringen den Preis für die Energiewende bezahlen soll. Wir fordern eine faire Lastenverteilung zwischen Ost und West sowie gesicherte Entschädigungen, auch direkt an die Landbewirtschafter, die zwingend über Einmalzahlungen hinausgehen müssen“ so der Präsident des TBV Dr. Klaus Wagner. Es sei nicht nachzuvollziehen, so Wagner weiter, warum TenneT die Erdkabelstromtrasse ausgerechnet nach Osten verschieben will, obwohl ein weiter westlich entlangführender Verlauf deutlich kürzer und damit auch kostensparender gewesen wäre. „Man hofft wohl in Thüringen auf weniger Widerstand zu stoßen, weil hier Eigentümer und Bewirtschafter des Bodens zumeist nicht identisch sind. Das ist eine Fehlkalkulation“, so Wagner.

Gegen das Projekt spricht vor allem, dass überhaupt nicht gesichert ist, welche Folgen die Erdkabel für die Böden und damit für deren landwirtschaftliche Bewirtschaftung haben wird (z.B. Austrocknung, Bodenerwärmung). Da zudem Entschädigungen bisher nur als Einmalzahlungen angedacht sind, werden es letztlich die Landwirte als Bewirtschafter der Böden sein, die auf den Folgekosten sitzen bleiben werden. Auch Naturschutzgebiete und Biosphärenreservat werden berührt, an deren Schutz auch die Landwirtschaft jahrelang intensiv mitgearbeitet hatte.

Der TBV wird sich bei der Bundesnetzagentur für Korrekturen einsetzen und auf die weiter westlich verlaufende durchgehende Alternativroute drängen. Er fordert zudem alle betroffen Landwirte und Bodeneigentümer auf, ihre Einwände bei der für die weitere Fachplanung verantwortliche Bundesnetzagentur vorzubringen. 

 

Kontakt: 

   
Axel Horn    
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
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