background
image1 image2 image3 image4

Aktuell

33. Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend 2017 in Güstrow

Thüringen ist mit einem hochmotivierten Team zum 33. Bundesentscheid im Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend vom 12. -16. Juni 2017 nach Güstrow Mecklenburg-Vorpommern gefahren. Für Thüringen starteten acht Landessiegerinnen und Landessieger in den Sparten Hauswirtschaft (Sandy-Martina Grau), Tierwirtschaft (Stephanie Lenke, Stephanie Kuneia und Juliane Frenzel), Forstwirtschaft (Niels Hornischer und Julian Frey) und Landwirtschaft (Torsten Wehner und Matthias Bechmann).

Alle Teilnehmer befinden sich derzeit in der Berufsausbildung. Einzige Ausnahme machten die Sparte Landwirtschaft. Torsten und Matthias haben im Oktober 2016 die Winterschule an der Fachschule für Agrarwirtschaft in Stadtroda begonnen und traten deshalb in der Sparte Landwirtschaft Leistungsgruppe zwei an. Alle Thüringer Teilnehmer haben sich zuerst auf Kreisebene bewiesen und Ende April auf Landesebene den Sieg in der jeweiligen Sparte erzielt.

„Wir sind Thüringen“ – war der Slogan der Landessieger in Güstrow. In der Ländervorstellung des Freistaates Thüringen haben sie ihre Heimat vorgestellt. Thüringen aus der Sicht des Thüringer Teams ist die Geographie, die Geschichte, die Kulinarik, die Kultur, der Tourismus, die Wirtschaft und der Sport. Für einen gelungenen Auftritt im gesamten Wettbewerb sorgte die einheitliche Teamkleidung, die durch das Agrarmarketing Thüringen dem Team Thüringen zur Verfugung gestellt wurde. An dieser Stelle ein großer Dank an den Sponsor!

An zwei aufeinander folgenden Tagen haben sich insgesamt 119 junge Frauen und Männer dem Wettkampf gestellt. Es begann mit schriftlichen Tests zum Allgemeinwissen und der Berufstheorie. Alle Teilnehmer hatten in ihrer Sparte eine Präsentation zu gestalten, mit Hilfe moderner Medien oder auch frei gesprochen,  wurden Schwerpunkte wie z.B. die „Work-Life-Balance“ thematisiert. Im Bereich der Landwirtschaft mussten Praxisaufgaben zur Schädlings- und Krankheitskontrolle bei Getreide, der Bestimmung von Unkräutern, dem Erkennen von Futtermittel und die Berechnung einer Futterration für Milchkühe durchgeführt werden. Darüber hinaus war die Beurteilung des Tierwohles in einen modernen Milchviehstall eine zu bewältigende Disziplin. Aber auch das technische Verständnis bei der Einstellung eines Pfluges sowie der Geschicklichkeit beim Fahren eines Mähdreschers mussten die Jugendlichen meistern.

Für die Sparte Tierwirtschaft stand das Tierwohl in bewährter Weise im Focus. Die Erstversorgung eines Ferkels war z.B. eine Aufgabe, die Stephanie Kuneia, einzige Tierwirtin Fachrichtung Schweinehaltung im Wettbewerb, zu meistern hatte.

In der Sparte Forstwirtschaft spielt Thüringen eine besondere Rolle. Denn in der Vergangenheit konnte Thüringen in Berufswettbewerben 2013 und 2015 den Bundessieger im Bereich Forstwirtschaft stellen. Zielfällen, Entasten eines Baumes und das Bauen eines Fledermauskastens waren nur einige Aufgaben der Forstwirte.

Schaut man die Ergebnisse des diesjährigen Wettbewerbes aus Thüringer Sicht an, so muss in keinster Weise Trübsal geblasen werden. Von mehr als 10.000 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und 119 Teilnehmer des Bundesentscheids konnte Thüringen mit Niels Hornischer den 5. Platz in der Sparte Forstwirtschaft und mit Stefanie Lenke den 6. Platz in der Tierwirtschaft, als die für Thüringen besten Platzierung, erreichen. In der Sparte Landwirtschaft zwei konnte das Team um Torsten Wehner und Matthias Bechmann einen souveränen 10. Platz belegen. Berücksichtigt man, dass beide erst im Oktober die Qualifizierung an der Fachschule begonnen haben. Die Tatsache, dass es eine extrem harte Konkurrenz gab, war für alle Thüringer Teilnehmer gleich, trotzdem konnten zufriedenstellende Ergebnisse erreicht werden.

Vor dem Wettbewerb ist nach dem Wettbewerb – Der Ausblick, den die Teilnehmer und Wettkampfrichter aus Thüringen gezogen haben ist, dass die Defizite bei Theorie und Praxisaufgaben für den Berufswettbewerb 2019 in Herschingen am Ammersee in Bayern zu schließen sind. Thüringen braucht sich bei der Ausbildung in den Grünen Berufen, nicht zu verstecken. Gemeinsam müssen das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, der Landjugendverband Thüringen e.V., die Thüringer Forstanstalt, die Bildungseinrichtungen im Freistaat und der Thüringer Bauernverband e.V. die Attraktivität der Ausbildung im Freistaat steigern sowie eine nachhaltige Entwicklung gesichert werden. Für die Zukunft der Ausbildung in Thüringen speziell in den Grüne Berufen sind die Worte John F. Kennedys treffend: „Es gibt nur eins was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.“

Das Fazit des 33. Berufswettbewerbes sind neue Freundschaften mit einer Vernetzung in der gesamten Bundesrepublik und dem Wissen, dass Thüringen als eines der kleinsten Bundesländer starke Leistungen vollbringen kann.

Bild:Team Thüringen - Acht Teilnehmer (T) und drei Richter (R) aus Thüringen stellen sich den Aufgaben zum 33. Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend in Güstrow. Foto: Sebstian Scholze

Vorn (v.l.n.r.): Stephanie Kuneia (T), Juliane Frenzel (T), Sandy-Martina Grau (T), Stefanie Lenke (T)

Hinten (v.l.n.r.): Mathias Wagner (R), Torsten Wehner (T), Matthias Bechmann (T), Niels Hornischer (T), Julian Frey (T), Peter Köhler (R), Dr. Stefan Blöttner (R).

 

 
2017  Thüringer Bauernverband e.V.