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Medieninformation Agrarpolitisches Forum des Thüringer Bauernverbandes

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Grüne Agrarpolitik im Zentrum der Kritik auf dem agrarpolitischen Forum des Thüringer Bauernverbandes zur Bundestagswahl 2017

Mehr als 450 Personen kamen am gestrigen Tag, den 31. August, auf Einladung des Thüringer Bauernverbandes e.V. (TBV) zum agrarpolitischen Forum in das Volkshaus Sömmerda. Unter dem Motto „Bundestagswahl 2017: Landwirtschaft und ländlicher Raum. Welchen Weg verfolgen die Parteien?“ stellten sich Johannes Selle (CDU), Steffen-Claudio Lemme (SPD), Ralph Lenkert (DIE LINKE), Stephanie Erben (B90/Die Grünen), Thomas L. Kemmerich (FDP) und Stephan Brandner (AFD) den kritischen Fragen des Moderators Daniel Baumbach und der anwesenden Landwirte. 

TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner hatte die Diskussion mit Kritik an den falschen Vorstellungen der Politik von B90/Die Grünen eröffnet. Empört zeigte sich er sich über die kurz zuvor veröffentlichte Verlautbarung von Olaf Müller, landwirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion B90/Die Grünen im Thüringer Landtag, im Zusammenhang mit dem Fipronil-Skandal. „Mit diesen irrigen Aussagen werden die Ängste von Verbraucherinnen und Verbrauchern geschürt, ohne, dass es einen Anlass gibt. Auch der behauptete Zusammenhang zwischen Betriebsgröße und Hygiene bzw. Tierwohl ist schlichtweg falsch und für die hiesigen Landwirte eine Beleidigung.“ Mit derartigen Unterstellungen und falschen Behauptung haben die Grünen aus Sicht Wagners „eine rote Linie überschritten“, da diese eine Belastung für den notwendigen, fachlichen Dialog sind.

Die Diskussion der anwesenden Politikerinnen und Politiker ließ die unterschiedlichen Vorstellungen der Parteien deutlich werden. Sympathiebekundungen der anwesenden Landwirte gab es vor allem für die Ideen der CDU und der FDP. Deren Vertreter – Selle (CDU) und Kemmerich (FDP) – redeten einer modernen und wettbewerbsfähigen Landwirtschaft das Wort, die durch eine starke erste Säule der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) abzusichern sei. Die Ideen der Parteien B90/Die Grünen und SPD zielten demgegenüber auf eine kleinteilige und ökologische Landwirtschaft ab. Dementsprechend plädierten Erben (B90/Die Grünen) und Lemme (SPD) auch dafür, höhere Umschichtungen in die zweite Säule der GAP vorzunehmen. Lenkert (DIE LINKE) und Kemmerich (FDP) lagen insbesondere bei ihren ordnungspolitischen Vorstellungen überkreuz. Während letzterer für weniger Regulierung plädierte, sprach sich Lenkert für einen starken Ordnungsrahmen auf deutscher und europäischer Ebene aus. Brandner (AfD) betonte die antieuropäische Ausrichtung seiner Partei und stellte die Zahlungen der Bundesrepublik in den europäischen Haushalt und damit auch die GAP insgesamt in Frage. 

 

 

Bildmaterial:

TBV_AF_1: Im Volkshaus in Sömmerda blieb beim agrarpolitischen Forum des Thüringer Bauernverbandes mit mehr als 450 Besucherinnen und Besuchern kein Platz frei.

TBV_AF_2 und TBV_AF_3: Die Vertreterinnen und Vertreter stellten sich den kritischen Fragen der anwesenden Landwirte (v.l.): Daniel Baumbach (Moderator), Johannes Selle (CDU), Ralph Lenkert (DIE LINKE), Stephanie Erben (B90/Die Grünen), Steffen-Claudio Lemme (SPD), Thomas L. Kemmerich (FDP) und Stephan Brandner (AFD).

TBV_AF_4: Stephanie Erben (B90/Die Grünen) musste sich von den anwesenden Landwirten aufgrund der agrarpolitischen Vorstellungen ihrer Partei herbe Kritik anhören.

 

Kontakt: 

   
Axel Horn    
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8, 99094 Erfurt
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