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Medieninformation Erntepressekonferenz 2017

Kategorie: Presse
Erstellt: Montag, 04. September 2017 12:35
Geschrieben von Axel Horn
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„Stoppuhrrennen nach der Wetterapp“ – schwierige Erntebedingungen, zwiespältige Ergebnisse

Thüringer Bauernverband und Thüringer Landwirtschaftsministerium stellen gemeinsam Ernteergebnisse 2017 vor

Der Vizepräsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV) Dr. Lars Fliege und die Thüringer Landwirtschaftsministerin Birgit Keller präsentierten am 4. September auf dem Gelände der Agrargesellschaft Pfiffelbach mbH der Öffentlichkeit die diesjährigen Ernteergebnisse. 

Die Ernte in Thüringen ist zum jetzigen Zeitpunkt weitestgehend abgeschlossen. Bei den Landwirten zeige sich Thüringenweit ein insgesamt zwiespältiges Bild, so Fliege, der als Geschäftsführer der Agrargesellschaft Pfiffelbach während der Ernte ebenfalls mit starken Niederschlägen und unbeständiger Witterung zu kämpfen hatte. „Diese Unbeständigkeit hat die Erträge und Qualitäten stark beeinflusst. Insgesamt liegen die Getreideerträge leicht über dem langjährigen Mittel, aber die Qualitäten bei Wintergetreide haben aufgrund des trockenen Frühjahrs mit Spätfrösten und den extrem hohen Niederschlagsmengen im Sommer deutlich gelitten.“

Die Ernte war, so Fliege, von wenig zusammenhängenden Druschtagen geprägt. Für alle Landwirte war es daher eine Ernte unter schwierigen Bedingungen: „Es glich einem Stoppuhrrennen nach der Wetter-App.“

Insgesamt lässt sich in Thüringen ein deutliches Ost-West-Gefälle bei den Erträgen, dem Ernteverlauf und den Qualitäten beobachten. Dies hängt mit der unterschiedlichen Niederschlagsverteilung zusammen. Oftmals konnte nach den ergiebigen Niederschlägen gedroschener Weizen nur noch in B-Qualität oder als Futter geerntet werden. Aus wirtschaftlichen Entscheidungen wurde der Ernte des Winterweizens oft der Vorrang gegenüber dem Raps gegeben. Der Rapsertrag selbst lag mit minus 20 Prozent deutlich unter dem Vorjahr. Vorwinterentwicklung, Frühjahrstrockenheit und Spätfröste stellen auch hier die Ursache dar.

Die Befahrbarkeit der Böden ist selbst bei den Herbstarbeiten noch nicht gegeben. Vielerorts waren die Bodenbearbeitung, die Düngung und die Aussaat nur eingeschränkt möglich. Die Regelungen der neuen Düngeverordnung schnüren ein zusätzliches Korsett, weshalb der TBV im Namen der hiesigen Landwirte im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft um eine Verschiebung der Sperrfristen ersucht hat.

Ergebnisse zum ökologischen Anbau in Thüringen finden sich im Anhang.

 

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Axel Horn    
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