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Aktuell

Chancen eines Branchenverbandes Milch

Der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV) hatte am vergangenen Donnerstag zu einem Milchsymposium in das Haus der Land- und Ernährungswirtschaft nach Berlin zum Thema „Die Chancen eines Branchenverbandes Milch“ eingeladen. Als Folgen der Milchkrise 2015/16 wird von Milchviehhaltern und Molkereien sowie deren Verbände die Frage diskutiert: Wie kann man gemeinsam den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen des deutschen Milchsektors erfolgreich begegnen? Wie kann man Wertschöpfungspotenziale innerhalb der Molkereibranche, aber auch innerhalb der Kette von der Erzeugung über Verarbeitung bis zum Handel heben? Dabei richtet man den Blick auf andere Branchen, wie auch in andere Länder, die erfolgreich mit Branchenverbänden arbeiten. 

Bundesstaatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens plädierte mit Nachdruck für die Schaffung eines anerkannten Branchenverbandes Milch in Deutschland. Er verwies in diesem Zusammenhang auf Mehrwerte, die ein solcher Verband bringen könne. Auch die Beiträge der Gastreferenten  aus Österreich, Frankreich und den Niederlanden stießen auf viel Interesse der ca. 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Thomas Stürtz, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Genossenschaftlicher Milchwirtschaft Deutschlands (IGM), berichtete über die Arbeit der IGM in den ersten Monaten ihres Bestehens. In der IGM haben sich sechs Molkereigenossenschaften zusammengefunden, die ca. 50 Prozent der in Deutschland produzierten Milch vertreten. In der Diskussion brachte u.a. Silvio Reimann den Thüringer Standpunkt zum Ausdruck und fand dabei viel Zustimmung. Über eine neue Branchenorganisation für Milch kann und sollte man sprechen, wenn gleichzeitig die Potenziale bisheriger Einrichtungen wie der Landesvereinigung, VDM u.a. dafür genutzt werden. Das Für und Wider eines Branchenverbandes wird weiter debattiert.

2017  Thüringer Bauernverband e.V.