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Aktuell

Medieninformation: Afrikanische Schweinepest (ASP)

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Afrikanische Schweinepest (ASP) – Ausbruch würde Thüringen teuer zu stehen kommen

Landesregierung muss Präventionsmaßnahmen zum Schutz der heimischen Nutztiere unterstützen

Am 5. Dezember hat der Vizepräsident des Thüringer Bauernverbandes e.V. Dr. Lars Fliege auf einem Dialogsymposium in Stadtroda die Thüringer Landesregierung aufgefordert, jetzt geeignete Präventionsmaßnahmen einzuleiten, um die Gefahr eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Thüringen zu minimieren. Bei Ausbruch der Seuche sind die Einschränkungen und langfristigen Folgen für die Land- und Forstwirtschaft, die Ernährungswirtschaft, den Handel und die Grundeigentümer verheerend und würden allein in Thüringen mehrere Millionen Euro an jährlichen Folgekosten verursachen. „Wir müssen unsere Nutztiere schützen, egal wie. Tierwohl und Tierschutz haben hierbei oberste Priorität“, so Fliege vor den Anwesenden in Stadtroda. Konkret fordern die Landwirte und Jäger das generelle Aussetzen der Kosten für die Trichinenuntersuchung beim Schwarzwild sowie das gezielte Fangen von Schwarzwild. Beides trägt unmittelbar dazu bei, die Schwarzwildpopulation in Thüringen zu reduzieren, um so die Einschleppung der gefährlichen Tierseuche durch Wildschweine zu verhindern.

Aufgrund des zu erwartenden finanziellen Schadens, muss im Vorfeld eines Seuchenzuges in Deutschland und Thüringen gehandelt werden. Um einen Ausbruch der Seuche zu verhindern, sind wirksame Schritte einzuleiten. Zum einen sollte das Risiko der Einschleppung durch den Menschen reduziert und zum anderen muss die Übertragung der Seuche durch Wildschweine verhindert werden. Vor allem die gezielte Bejagung des Schwarzwildes in Thüringen ist ein effektiver Weg, um den tierischen Übertragungsfaktor für den Virus zu reduzieren. Die extrem hohen Schwarzwildbestände müssen hierbei auf ein Maß zurückgefahren werden, dass ein Einschleppen in die Haustierbestände auszuschließen ist. Die Spielräume im privatwirtschaftlichen Umfeld sind begrenzt und weitestgehend ausgeschöpft. Die Einschleppung durch den Menschen wird durch eine breit aufgelegte Informationskampagne im Reise- und Transitverkehr zu verhindern versucht.

Für den Menschen selbst ist die ASP völlig ungefährlich und auch der Verzehr von Schweinefleisch bedenkenlos möglich.

Hintergrund:

Die ASP tötet alle infizierten Schweine. Es gibt keine Impfung gegen diese hoch ansteckende Tierseuche, was eine Bekämpfung extrem schwierig gestaltet. Im Falle eines Ausbruches sind umfassende Seuchenbekämpfungsmaßnahmen einzuleiten, die in Abhängigkeit vom Ausbruchsort u.a. das Töten aller infizierten Bestände an Hausschweinen zur Folge hat.

Derzeit breitet sich die ASP immer weiter in Richtung Mitteleuropa und Deutschland aus. Die drohende Gefahr des Ausbruchs einer Tierseuche mit ihren existenzbedrohenden Auswirkungen war für den Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirkinhaber Thüringen e.V., des Waldbesitzer Verbandes Thüringen e.V., des Landesjagdverbandes Thüringen e.V. und des Thüringer Bauernverbandes e.V. der Anlass, gemeinsamdas Dialogsymposium „Prävention und Bekämpfung der ASP“ in Stadtroda durchzuführen, um Auswirkungen der Seuche, den Stand der Prävention und die Bekämpfungsstrategie für Thüringen öffentlich zu diskutieren.

 

Das Programm des Smyposiums sowie weitere Informationen zur ASP finden Sie auf der Homepage des Thüringer Bauernverbandes (www.tbv-erfurt.de) unter Service/Downloads/Downloadbereich Öffentlich/ASP/.

 

Kontakt: 

   
Axel Horn    
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8, 99094 Erfurt
Telefon:
Fax:
E-Mail:

0361 / 262 53 228
0361 / 262 53 225
axel.horn@tbv-erfurt.de
 

 

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