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Aktuell

Medieneinladung: Jahrestreffen IG BENA

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Jahrestagung der Interessengemeinschaft der Betriebe im benachteiligten Gebiet

Am 7. März 2018 findet die diesjährige Jahrestagung der Interessengemeinschaft (IG) der Betriebe im benachteiligten Gebiet in Erfurt-Alach statt. Der Thüringer Bauernverband (TBV) lädt hierzu alle Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich ein.

Schwerpunkt der anstehenden Jahrestagung wird die ab diesem Jahr geltende Neuabgrenzung der Kulisse für das benachteiligte Gebiet in Thüringen sein. Insgesamt liegen nach der Neuabgrenzung rund 45 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Thüringens im benachteiligten Gebiet, davon sind 75 Prozent (rund 158.000 Hektar) Grünland. 60 Prozent der Thüringer Milchkühe, 80 Prozent der Mutterkühe und 60 Prozent der Schafe werden hier gehalten.

In den benachteiligten Gebieten potenzieren sich die Probleme. Eine schlechtere Ertragslage aufgrund der Boden- und Klimaverhältnisse, kleinflächigere Strukturen, Hängigkeit, schlechtere Erreichbarkeit der Flächen sowie keine oder nur sehr begrenzte Nutzungsalternativen beeinträchtigen die hier wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebe.

Diese Nachteile müssen durch eine gezielte Förderung ausgeglichen werden, ansonsten fallen diese Flächen brach. In Thüringen wird in diesem Jahr die neue Kulisse der aus naturbedingten oder anderen Gründen benachteiligten Gebiete sowie die Förderung der aus spezifischen Gründen benachteiligten Gebiete eingeführt. Insgesamt zahlt der Freistaat Thüringen jährlich ca. 20 Millionen Euro Ausgleichszulage an die landwirtschaftlichen Betriebe im benachteiligten Gebiet.

Das Programm für die Jahrestagung der IG der Betriebe im benachteiligten Gebietfindet sich auf der Homepage des TBV (www.tbv-erfurt.de).

Termin:       Mittwoch, 7. März 2018, 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Ort:             Gasthaus „Zur Schenke“, Vor dem Hirtstor 28, 99090 Erfurt-Alach

Wie weisen auf die begrenzten Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe des Versammlungsortes hin.

Hintergrund: Neuabgrenzung der benachteiligten Gebiete in der Europäischen Union

Vor der Neuabgrenzung der benachteiligten Gebiete waren in der Europäischen Union (EU) rund 55 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) als benachteiligt eingestuft. In den Mitgliedsstaaten kamen dabei unterschiedlichste Kriterien bei der Ausweisung dieser Gebiete zur Anwendung. Um den effizienten Einsatz der Unionsmittel und die Gleichbehandlung der Landwirte in der gesamten Union zu gewährleisten, forderte der EU-Rechnungshof bereits 2003 eine Revision der bestehenden Gebietskulisse der sonstigen benachteiligten und spezifischen Gebiete. Zugleich soll eine Neuausweisung dieser sonstigen benachteiligten Gebiete anhand europaweit einheitlicher, objektiver

biophysikalischer Kriterien erfolgen.

Das Joint Research Centre (JRC) der EU wurde daraufhin mit der Entwicklung eines entsprechenden EU-weiten Systems beauftragt. Die Arbeiten begannen 2005 und wurden mit einem Abschlussbericht 2014 beendet. Mit der VO (EU) 1305/2013 Art. 32 ist die Neuabgrenzung für alle Mitgliedstaaten bis spätestens 2018 verpflichtend umzusetzen.

Die Gewährung einer Ausgleichszulage erfolgt zum teilweisen oder vollständigen Ausgleich von Einkommensverlusten und zusätzlichen Kosten, die in benachteiligten Gebieten wirtschaftenden Landwirten im Vergleich mit Landwirten in nicht benachteiligten Gebieten entstehen. Der Schwerpunkt der Förderung liegt dabei auf der Unterstützung von Grünland- und Futterbaubetonten Bewirtschaftungsverfahren.

 

 

Kontakt: 

   
Axel Horn    
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8, 99094 Erfurt
Telefon:
Fax:
E-Mail:

0361 / 262 53 228
0361 / 262 53 225
axel.horn@tbv-erfurt.de
 

 

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