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Medieninformation: Aufklärungsaktion des TBV an der Autobahnraststätte Teufelstal

Kategorie: Presse
Erstellt: Sonntag, 15. Juli 2018 11:54
Geschrieben von Axel Horn
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Horrorszenario Afrikanische Schweinepest (ASP)

Aufklärungsaktion des Thüringer Bauernverbandes an der Autobahnraststätte Teufelstal

Der Thüringer Bauernverband e.V. (TBV) hat am Sonntag, den 15. Juli, an den Autobahnraststätten Teufelstal Süd und Teufelstal Nord Reisende und Fernkraftfahrer vor Ort über die Gefahren der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufgeklärt. Die Angesprochenen bekamen Hinweise, wie sie selbst dazu beitragen können, dass die Tierseuche nicht nach Deutschland eingeschleppt wird. „Ein Ausbruch der ASP in Thüringen wäre ein Horrorszenario für die Thüringer Schweinehalter und deren Tiere“, so TBV-Vizepräsident Udo Große, der zusammen mit anderen Vertretern des TBV und der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Thüringen (IGS) vor Ort dabei war. „Sollte die ASP Thüringen erreichen, müssten in betroffenen Regionen tausende Tiere gekeult werden, wodurch die Existenz der heimischen Schweinhalter massiv bedroht wäre“ so die Einschätzung von Große.

Der ASP-Virus ist hochansteckend und enorm widerstandsfähig. Bei geschlachteten Schweinen ist er bei Kühlung noch mehr als vier Monate ansteckend, bei luftgetrocknetem Schinken sogar mehr als ein Jahr (399 Tage). Deshalb besteht die größte Gefahr der Einschleppung in dem Verfüttern von Essensresten an Wildschweine. Daher der dringende Appell des TBV-Vizepräsidenten: „Bringen Sie nach Möglichkeit erst gar kein Fleisch aus den betroffenen Ländern mit und wenn doch, verfüttern Sie die Speisereste nicht an Tiere. Lassen Sie keine Speisereste achtlos liegen, sondern entsorgen Sie diese in geschlossenen Mülleimern.“

Die ASP breitet sich derzeit von Osteuropa nach Westen aus. Neben Russland, Armenien, Georgien, der Ukraine, Weißrussland, dem Baltikum sind auch Polen sowie Tschechien betroffen. Es gibt keine Impfstoffe gegen dieses Virus. Die ASP kann nur durch Tötung und Beseitigung der infizierten Schweine bekämpft werden.

Neben der Übertragung durch das Verfüttern von Essensresten und Schlachtabfällen an Schweine kann die Krankheit auch durch direkten Kontakt von Tier zu Tier übertragen werden oder indirekt über kontaminierte Stiefel, Kleidung oder Gegenstände. Kleinste Reste (z.B. Blut) reichen für eine Infektion aus.

Merkblätter sowie weitere Informationen zur ASP finden Sie auf der Homepage des Thüringer Bauernverbandes (www.tbv-erfurt.de).

 

Kontakt: 

   
Axel Horn    
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
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