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Aktuell

Futternutzung von ÖVF-Zwischenfrüchten

Die Futtersituation bleibt weiterhin angespannt. In Thüringen hat das Landwirtschaftsministerium bereits die Möglichkeiten der zusätzlichen Nutzung freigegeben. Hierzu zählt die Nutzung von brachliegenden Flächen, Feldrandstreifen und Pufferstreifen. Auf als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) angemeldeten brachliegenden Flächen und Feldrandstreifen kann ab dem 1. August des Antragsjahres der Aufwuchs durch Schafe oder Ziegen beweidet werden. Darüber hinaus besteht per formlosen Antrag beim Landwirtschaftsamt (LWA) ab dem 1. Juli die Möglichkeit, dass in Gebieten, in denen aufgrund außergewöhnlicher Umstände, insbesondere ungünstiger Witterungsereignisse, nicht ausreichend Futter zur Verfügung steht oder stehen wird, den Aufwuchs durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung für Futterzwecke zu nutzen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Änderung der ÖVF. Durch den neuen § 11a der InVeKoS-Verordnung können Landwirte im Sammelantrag ausgewiesene ÖVF durch andere Flächen ersetzen, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dies ist auch nach Ablauf der Antragsfrist machbar. Keine Änderungen sind für stabile ÖVF möglich, wie z.B. geschützte Landschaftselemente. Auch eine Besserstellung ist ausgeschlossen, d.h., es können nach der Änderung unter Berücksichtigung der Gewichtungsfaktoren nicht mehr ÖVF anerkannt werden, als im ursprünglichen Antrag angegeben wurden. Daneben hat die Europäische Kommission die Möglichkeit eingeräumt, dass im Rahmen einer Vor-Ort-Kontrolle jene Flachen, die im Antrag als ÖVF angemeldet gewesen sind, durch solche zu ersetzen, die nicht als ÖVF ausgewiesen, die aber zum Zeitpunkt der Kontrolle vorhanden und im Antrag als landwirtschaftliche Fläche angegeben waren (Kompensationsregelung). Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die Möglichkeit der Futternutzung von ÖVF-Zwischenfrüchten im Rahmen des Greening in den letzten Wochen bereits beim Bundeslandwirtschaftsministerium angesprochen und Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Nun erfolgen Abstimmungen mit der EU-Kommission, da die notwendigen nationalen Regelungen nur mit Zustimmung geändert werden können. Wir informieren wieder darüber, sobald weitere Lösungsmöglichkeiten vorliegen.

Foto: Pixabay
2018  Thüringer Bauernverband e.V.
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