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Aktuell

Staatssekretär Michael Stübgen gegen verpflichtende Degression und Kappung

Der Parlamentarische Staatssekretär (Sts.) beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Michael Stübgen hatte am 12. Juli ein Gespräch mit Vertretern des Thüringer Bauernverbandes in der Erzeuger-Genossenschaft Neumark eG. Vorstandsvorsitzender Steffen Steinbrück stellte den Anwesenden, darunter MdB Johannes Selle und TBV-Vizepräsident Dr. Lars Fliege, den Betrieb vor. Anhand der präsentierten Zahlen konnte die Bedeutung der GAP abgelesen und die Vorschläge der Europäischen Kommission zur zukünftigen GAP konkret diskutiert werden. Sts. Stübgen zeigte sich als Kenner der EU-Finanzpolitik und versicherte den Anwesenden gegen verpflichtende Degression und Kappung einzutreten. Auch die Anrechnung von Arbeitskräften sehe er momentan nicht als Alternative, weil zu viele bürokratische Hürden damit verbunden seien. Die in Ostdeutschland entstandenen Genossenschaftsstrukturen gelte es aus seiner Sicht zu erhalten, da diese ein Modell für eine zukunftsfähige Landwirtschaft darstellen. 

Die wachsenden Überlagerungseffekte der Direktzahlungen seien allerdings ein Problem, da hierdurch die GAP insgesamt an öffentlicher und politischer Legitimität verliere. Neben der GAP wurde auch die Problematik der Regulierung des Verkaufs landwirtschaftlicher Flächen angesprochen, da es derzeit Versuche gibt, ein Abdriften der Flächen auf den Kapitalmarkt gesetzlich zu verhindern (Grundstücksverkehrsgesetz). 

Foto: A. Horn; (v.l.) MdB Johannes Selle, Steffen Steinbrück (Erzeuger-Genossenschaft Neumark eG), Sts. Michael Stübgen und TBV-vizepräsident Dr. Lars Fliege
2018  Thüringer Bauernverband e.V.
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