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Medieninformation: Trockenheit

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Ein Schnapsglas reicht nicht  - Trockenheit führt zu massiven Ernteausfällen

Thüringer Bauernverband fordert Dürre- und Liquiditätsbeihilfen

Der Thüringer Bauernverband e.V. (TBV) hat die Landesregierung aufgrund der massiven Trockenschäden in vielen Regionen des Landes um Unterstützung ersucht und gebeten, die Möglichkeit von Dürre- und Liquiditätsbeihilfen zu prüfen. „So eine Dürre hat es in Thüringen in den letzten 50 Jahren nicht gegeben. Viele Landwirte haben massive Ernteausfälle, teilweise von bis zu 50 Prozent. Seit Tagen müssen wir unsere Ernteschätzung beinahe täglich nach unten korrigieren“, so der Präsident des TBV Dr. Klaus Wagner bei einem Besuch bei Uwe Erl, dem Betriebsleiter der Agrar GmbH und der Adrabrunnen GmbH in Oldisleben. „Die in weiten Teilen dramatische Situation zeigt auch, wie wichtig die Direktzahlungen aus der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik für die Betriebe sind. Ohne diesen Stabilitätskern können Landwirtschaftsbetriebe in Zeiten der durch den Klimawandel bedingten Wetterextreme nur schwerlich überleben“, so Wagner weiter.

In Oldisleben gab es seit April kaum Niederschlag. „Eine Sonnenblume musste im Durchschnitt mit einem Schnapsglas Wasser pro Tag auskommen“ erläuterte Erl. Die Ernteergebnisse sind dementsprechend ernüchternd: 50 Prozent weniger Raps, 43 Prozent weniger Winterweizen, 41 Prozent weniger Wintergerste und 60 Prozent Verlust bei den angebauten Sonnenblumen. Insgesamt werden 40 Prozent weniger geerntet werden, was allein für sein Unternehmen Verluste im Millionenbereich erwarten lässt.

Die Ernteerträge fallen in Thüringen insgesamt in diesem Jahr deutlich geringer aus, sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum mehrjährigen Durchschnitt. Die Schätzungen zeigen hohe Mindererträge im Vergleich zu 2017: -25 Prozent bei Wintergerste, -30 Prozent bei Winterraps und -15 Prozent bei Winterweizen. In Regionen mit weniger Niederschlag zeigen sich Ernteausfälle von bis zu 50 Prozent. Bis auf hohe Schmachtkornanteile sind die Qualitäten noch zufriedenstellend.

Sorge bereitet die knappe Futterernte. In manchen Regionen Thüringens konnte lediglich ein erster Schnitt auf dem Grünland bzw. auf den Ackerfutterflächen geerntet werden. Die Niederschläge des letzten Wochenendes haben bei weitem nicht ausgereicht das Grünland, das Ackerfutter und die Zuckerrüben ausreichend zu versorgen, so dass die Futtersituation in den nächsten Wochen kritisch wird. Viele viehhaltende Betriebe suchen daher derzeit nach Alternativen, ihre Tiere ausreichend zu versorgen oder planen, den Tierbestand zu reduzieren.

Kontakt: 

   
Axel Horn    
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8, 99094 Erfurt
Telefon:
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E-Mail:

0361 / 262 53 228
0361 / 262 53 225
axel.horn@tbv-erfurt.de
 

 

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