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Aktuell

Vorzeitige Nutzungsmöglichkeit von ÖVF-Zwischenfrüchten für 2018

In der Plenarsitzung des Bundesrats am 21. September haben die Länder beschlossen, die Futternutzung von Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) mit Zwischenfruchtanbau oder Gründecke durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzug einmalig im Jahr 2018 je nach Länderumsetzung allgemein oder im Einzelfall kurzfristig in solchen Gebieten zuzulassen, in denen durch ungünstige Witterungsverhältnisse nicht ausreichend Futter zur Verfügung steht. Nach dem Beschluss und Inkrafttreten der entsprechenden Verordnungen besteht die Möglichkeit der Futternutzung nun auch bereits vor Ablauf des einschlägigen Achtwochen-Standzeitraums nach Aussaat der jeweiligen Saatgutmischung. 

Angesichts der fortgeschrittenen Vegetationszeit und so aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes e.V (DBV) einige Wochen zu spät, setzen die Länder damit eine dürrebedingte Ausnahmemöglichkeit um, für die sich der DBV zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit langem Atem auf EU-Ebene eingesetzt hatte. Seitens der EU-Kommission ist damit inzwischen auch klar, dass die o.g. Futternutzungsmöglichkeit nicht nur für ÖVF-Zwischenfruchtflächen mit Saatgutmischungen, sondern auch für solche mit Untersaaten von Gras oder Leguminosen gilt. In beiden Fällen soll keine Beschränkung des Nutzungszeitraums erfolgen und zudem kein Genehmigungsverfahren erforderlich sein. Weiterhin gelten soll allerdings die Cross-Compliance-Vorschrift, dass die „geschnittenen“ oder „beweideten“ Pflanzenbestände der ÖVF-Zwischenfruchtflächen bis zum 15. Februar (bzw. 15. Januar) auf der Fläche belassen werden müssen, um insbesondere das Greeningziel der Stickstoffbindung nicht zu gefährden. Es ist damit zu rechnen, dass die beschlossene Änderungsverordnung voraussichtlich Ende September im Amtsblatt verkündet wird.

Foto: TBV
2018  Thüringer Bauernverband e.V.
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