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Aktuell

Medieninformation: AbL/ Dr. Klaus Kliem

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AbL-Forderung nach Aberkennung der Verdienstorden ist eine Anmaßung

Der Thüringer Bauernverband (TBV) sieht in der durch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) erhobene Forderung nach Aberkennung des Thüringer Verdienstordens und des Bundesverdienstkreuzes für den TBV-Ehrenpräsidenten Dr. Klaus Kliem eine unglaubliche Anmaßung und weist diese entschieden zurück. „Wie kann sich ein Michael Grolm, dessen Verein in Thüringen kaum 30 Mitglieder zählt, anmaßen, die Verdienste Klaus Kliems für den Freistaat Thüringen infrage zu stellen, nur weil ihm dessen unternehmerische Entscheidung nicht passt?“, so Dr. Klaus Wagner, Präsident des TBV.

„Klaus Kliem ist es zu verdanken, dass die Bäuerinnen und Bauern – gleich welcher Betriebsgröße und Rechtsform – mit dem TBV eine geeinte und damit starke Stimme in Thüringen bekommen haben. Daran haben auch die ständigen Versuche der AbL, den Berufsstand in ‚gute‘ und ‚böse‘ Bauern zu spalten, nichts geändert. Als Gründungsmitglied und Präsident des TBV hat Klaus Kliem jahrzehntelang für die Interessen der Thüringer Landwirte gekämpft, hat für die Attraktivität und die Menschen im ländlichen Raum gestritten. Damit hat er sich bleibende Verdienste erworben. Ein vergleichbarer Einsatz für das Gemeinwohl durch Herr Grolm ist nicht bekannt.“ so Wagner weiter.

Anlass der AbL-Forderung ist die Entscheidung der ADIB Agrar-, Dienstleistungs-, Industrie- und Baugesellschaft mbH, ihre Anteile an der Geithainer Landwirtschafts GmbH an ein Unternehmen der ALDI-Stiftung, zu verkaufen. Ein solcher Einstieg großer Investoren in die Landwirtschaft wird innerhalb des Berufsstandes durchaus kritisch diskutiert. Letztlich handelt es sich um eine freie unternehmerische Entscheidung, die durch einen Beschluss der Mehrheit der Gesellschafter der ADIB GmbH herbeigeführt worden ist. „In unserem Land hat jeder Mensch das Recht, sein Eigentum zu verkaufen, wann und an wen er möchte. Dieses Recht hat Klaus Kliem als einer der Gesellschafter ausgeübt. Daran die Forderung nach der Aberkennung von Verdiensten und einer beeindruckenden Lebensleistung aufzuhängen, entbehrt jeder Grundlage.“, so Wagner.

Hintergrund

Landwirtschaft steht, wie andere Wirtschaftszweige auch, vor dem Problem der Unternehmensnachfolge. Ein Einstieg ist für junge Menschen häufig nicht ausreichend attraktiv genug, damit sie sich auf eigenes wirtschaftliches Risiko hier engagieren. Grund dafür ist, dass die Landwirtschaft heute auf weitgehend offenen Märkten agiert, unter freiem Himmel (Stichwort: Dürre, Klimawandel usw.) arbeitet und in Deutschland zunehmender, kurzfristiger staatlicher Regulierung ausgesetzt ist. Hinzu kommt die öffentliche Debatte, die sich weitgehend in Vorwürfen erschöpft und keine Problemlösungen aufzeigt.

Stagnierende Preise für landwirtschaftliche Produkte haben zudem zu einem erheblichen Kapitalbedarf in der Landwirtschaft geführt und die Entwicklung der Unternehmen zum Stillstand gebracht. Unter diesen Bedingungen ermöglicht das Engagement von Investoren den Fortbestand erfolgreicher landwirtschaftlicher Unternehmen. Der Thüringer Bauernverband steht in diesem Zusammenhang einem Agrarstrukturgesetz durchaus aufgeschlossen gegenüber, wenn es dazu führt, die wirtschaftlichen Perspektiven für die Unternehmen und die Unternehmensnachfolge zu verbessern.

Kontakt

Axel Horn
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V. | Alfred-Hess-Straße 8 | 99094 Erfurt

Telefon:          +49 361 262 532 28
Mobil:             +49 1520 1893 493
E-Mail:                        axel.horn@tbv-erfurt.de

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