Medieninformation: Jetzt ist schnelles Handeln gefragt

Erstellt: Donnerstag, 12. Dezember 2019 10:15
Geschrieben von Förster, Katja
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Entnahme der Wölfin GW267f

In einer Pressemitteilung teilte die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund gestern mit, einen Antrag zur Entnahme der Wölfin GW267f stellen zu wollen. Diese späte Einsicht begrüßt der Thüringer Bauernverband (TBV) ausdrücklich.

Einen eben solchen Antrag hatte der TBV, gemeinsam mit dem Landesverband Thüringer Schafzüchter e.V. und dem Thüringer Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirksinhaber e.V. im Auftrag betroffener Weidetierhalter bereits Ende Juli gestellt. Aus Sicht des TBV handelt es sich bei der Ohrdrufer Wölfin nicht erst seit dem letzten Wochenende um eine Problemwölfin. Allein in diesem Jahr gehen rund 180 getötete Nutztiere auf ihr Konto und das ihrer hybriden Nachkommen.

Die Hauptgeschäftsführerin des TBV, Katrin Hucke verdeutlicht in diesem Zusammenhang: „Der Übergriff vom vergangenen Wochenende, bei dem 24 Schafe gerissen wurden, zeigt jetzt schon zum wiederholten Male deutlich, dass sich die Ohrdrufer Wölfin auf das Reißen von Nutztieren spezialisiert hat und dieses Verhalten nun auch an ihre Nachkommen weitergibt. Dabei hat sie mehrfach den optimierten Herdenschutz, sprich die Schutzzäune von 1,20 Meter, überwunden. Das macht sie zweifelsfrei zu einer Problemwölfin.“

Mit der Entnahme der Ohrdrufer Wölfin und ihrer Hybriden wird endlich ein positives Signal in Richtung der betroffenen Weidetierhalter gesendet. Nur so ist auch in Zukunft Landschaftspflege auf und um den Truppenübungsplatz möglich.


„Umso wichtiger ist, dass der Antrag nun schnell und unbürokratisch genehmigt wird“, so Hucke weiter. Die Entnahme, sowohl der Wölfin als auch der Hybriden, muss dann mit Hochdruck vorangetrieben werden. Vor allem vor dem Hintergrund, der anstehenden Paarungszeit, die bei Wölfen etwa zwischen Januar und März liegt, hat schnelles Handeln jetzt oberste Priorität.

 

Hintergrund:

Der Wolf ist gemäß Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) und dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) eine streng geschützte Art. Damit ist es grundsätzlich verboten, Wölfe zu fangen, zu verletzten oder zu töten. Unter bestimmten Voraussetzungen darf von diesen strengen Schutzbedingungen abgewichen werden. Als zuständige Behörde hat das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) darüber zu entscheiden.

 

 

 

Kontakt:                                                                                   

Katja Förster

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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