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Solar-Run auf die Flächen?

Kategorie: Aktuell
Erstellt: Donnerstag, 06. Februar 2020 04:59
Geschrieben von Anja Nußbaum

Auch in Thüringen nehmen die Aktivitäten der Solarbranche zu. Umwelt- und Energieministerin Anja Siegesmund erinnert immer wieder an ihr erklärtes Ziel, Thüringen bis 2040 Energieautark mit 100 Prozent erneuerbaren Energien zu machen. Das geht nur mit einem gesunden Mix aus Wasserkraft, Wind, Solar und Biomasse. Die meisten Bereiche sind aber laut einer Studie der Hochschule Nordhausen weitestgehend ausgereizt. Die größten Potentiale in Thüringen liegen noch im Solarbereich. Bei den Thüringer Landwirten schrillen hierbei die Alarmglocken, ist doch zu erwarten, dass hierfür landwirtschaftliche Flächen geopfert werden sollen. Grund genug, gemeinsam mit der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) die aktuellen Aktivitäten der Solarbranche zu besprechen und eigene Zielvorstellungen zu formulieren. Die ThEGA bestätigt die vermehrte Nachfrage nach großen Flächen für Solarfelder, die vor allem von außerthüringischen Investoren kommt. Wird es nun einen Run auf die Flächen geben? Vorrangflächen für Solar sollten aber laut Studie zunächst Dachflächen sein. Der Thüringer Bauernverband (TBV) geht diesbezüglich konform: Solar gehört auf Dachflächen. Es gibt hier viele sinnvolle Konzepte für Photovoltaikanlagen, die auf Dachflächen – mit oder ohne Dachsanierung – von Tierställen oder auf brachliegenden Gewerbe- und Industrieflächen errichtet werden können. Die Nutzung wertvoller landwirtschaftlicher Nutzflächen für Photovoltaikanlagen ist für den TBV keine Option.

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