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Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung: Änderung stellt große Herausforderung dar

Kategorie: Aktuell
Erstellt: Montag, 06. Juli 2020 15:31
Geschrieben von Anne Byrenheid

Am vergangenen Freitag fanden weitreichende Veränderungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TSchNVO) ihre Zustimmung im Bundesrat. Das Ergebnis stellt die deutsche Ferkelerzeugung auf eine harte Probe. Inhaltlich wurde faktisch der Ausstieg aus der Kastenstandshaltung beschlossen. Im Deckzentrum dürfen die Sauen nach einer Übergangsfrist von acht Jahren ausschließlich um den Besamungszeitpunkt herum fixiert werden. In der Gruppenhaltung ist jeder Sau ein Platzangebot von 5 m² zu gewähren. Für den Abferkelbereich gilt eine Übergangsfrist von 15 Jahren. Danach darf die Sau noch maximal fünf Tage fixiert werden, der Platzbedarf liegt bei 6,5 m². Die mit der Entscheidung hergestellte Planungssicherheit müssen die deutschen Sauenhalter also mit einem sehr hohen Preis bezahlen. Zweifelsfrei werden sich diesen Preis nicht alle Betriebe leisten können. Eine Anpassung des Bau- und Immissionsrechtes sowie eine effektive finanzielle Flankierung, die auch wirklich bei den Betrieben ankommt, müssen jetzt oberste Priorität haben.