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Aktuell

Medieninformation: Urteil des OVG zum Abschuss der Ohrdrufer Problemwölfin

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Falsch verstandener Artenschutz: Weitere Schafe müssen für den symbolischen Sieg von BUND und NABU elend sterben

Der Thüringer Bauernverband (TBV) äußert gegenüber dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Weimar zur Aussetzung der Abschussgenehmigung für die Ohrdrufer Problemwölfin Unverständnis. „Die Problemwölfin wird nun auch weiterhin ihre blutige Spur auf dem Truppenübungsplatz in Ohrdruf ziehen. Die Verlierer des Urteils sind die Schafe und die Weidetierhalter*innen vor Ort, aber auch das Schutzgebiet selber.“, so Katrin Hucke, Hauptgeschäftsführerin des TBV.

Das OVG war gestern der Klage der Thüringer Landesverbände von BUND und NABU gefolgt und bestätigte das Urteil des Landgerichts Gera zur Aussetzung der Abschussgenehmigung für die Problemwölfin. Begründet wird die Aussetzung der Abschussgenehmigung, welche durch das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) auf Antrag des Umweltministeriums hin erteilt wurde, damit, dass in dieser die Erhaltungsziele des FFH-Schutzgebietes nicht berücksichtigt werden. „Der Preis des falsch verstandenen Artenschutzes ist hoch: BUND und NABU lassen sehenden Auges zahllose Schafe elend zugrunde gehen, um ihr Symbol Wolf zu erhalten. Besonders absurd: Mit dem jetzt erwartbarem Ende der Weidetierhaltung rund um den Ohrdrufer Truppenübungsplatz wird zugleich das eigentlich zu schützende FFH-Gebiet massiv in Mitleidenschaft gezogen. Ohne Weidetiere droht eine Verbuschung der Landschaft und viele geschützte Arten werden verschwinden.“, so Hucke weiter.

Um Tiere und Landschaft vor diesen Schäden zu bewahren, fordert der TBV das TLUBN dazu auf, die vom Gericht geforderte notwendige Prüfung unverzüglich nachzuholen, um die Problemwölfin abschießen zu können.

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Offener Brief

 

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Offener Brief von Landwirtin Annett Scheide (Agrarproduktion Großromstedt GmbH & Co.KG) an die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund

Großromstedt, 7. Juli 2020

 

Sehr geehrte Frau Ministerin Siegesmund,

es wird mir als Thüringer Landwirtin Angst und Bange um unsere Landwirtschaft, wenn ich Ihre selektive Sicht auf die landwirtschaftliche Wirklichkeit beobachte.

Am 27. Juni durfte ich einer Veranstaltung im Rahmen von Streuobstwiesen beiwohnen. Meine Familie hat selbst einen Garten mit 10 Obstbäumen und ich dachte mir, vielleicht kann man ja noch etwas lernen.

Da einzige, was ich an diesem Tage mitgenommen habe, ist, wie Sie tiefe Gräben zwischen den ökologisch wirtschaftenden Landwirt*innen und den konventionell wirtschaftenden ziehen.

Wir sind ein relativ kleiner Betrieb mit ca. 1.200 ha Ackerfläche. Wir wirtschaften konventionell, nutzen aber auch den Pflug, Striegel, Hacke und Man-/Womanpower im Schweiße unseres Angesichts. Von dem Erlös unserer Arbeit leben 11 Familien.

Unsere Fruchtfolge gestaltet sich relativ vielseitig: Weizen, Sommer- und Wintergerste, Durum, Dinkel, Raps, Zuckerrüben, Mais, Hopfen als Dauerkultur und nicht zu vergessen Hecken, Blühflächen und Zwischenfrüchte. Diese nehmen 14 Prozent (!) unserer Fläche ein. 

Mit dieser Fläche erwirtschaften wir keinen Cent, kommen für die Saatkosten auf und zahlen unseren Verpächtern hierfür nicht unerheblich Pacht. 

Das ist unser Beitrag, die Natur und hier v.a. die Insekten und Wildtiere zu unterstützen. 

Aber das ist Ihnen nicht gut genug oder sie haben einfach nicht hingesehen – wie so oft. Ihnen war es wichtig, den anwesenden 10 Gästen der AbL und Grünen Liga zu erklären, welch schöne Oasen die Streuobstwiesen inmitten von Agrarwüsten sind und zeigten demonstrativ auf einen unserer Schläge. 

Zu Ihrer Information: Dieser Schlag misst nicht ganz 100 ha, ist zu 1/3 mit Weizen, 1/3 mit Zuckerrüben und Mais angebaut. Der Schlag ist umsäumt von Hecken (die leider nur im Frühjahr blühen, aber Vögeln und Niederwild Unterschlupf bietet – das sieht man aber nicht, die Hecken schon) und an den Längsseiten sind Blühstreifen angelegt. Es ist herrlich, wie es hier kreucht und fleucht.

Also „unsere Agrarwüste“ lebt – und wie!

 

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Medieninformation: Falsche Zahlen: Siegesmund & Schweinehaltung

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Falsche Zahlen: Umweltministerin Anja Siegesmund demonstriert öffentlich ihre mangelnde Expertise und ihr Desinteresse am Thema Schweinehaltung

Der Thüringer Bauernverband (TBV) bewertet die heute veröffentlichte Wortmeldung der Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund zum Thema Schweinehaltung als Beleg für deren mangelnde Expertise und Desinteresse am Thema. Siegesmund hatte in einem Gespräch der dpa gegenüber ihre Kritik an Kastenständen in der Schweinhaltung geäußert und dabei mit völlig falschen Zahlen argumentiert, gab u.a. an, dass mehr als 800.000 Sauen in Thüringen gehalten würden (https://thueringen.de/dpa-meldungen/kastenhaltung-von-schweinen-steht-vor-der-abschaffung-11276). „Fehler können passieren, keine Frage. Wer aber so daneben greift, zeigt klar seine mangelnde Expertise auf dem Gebiet und demonstriert sein fehlendes Interesse an der Schweinehaltung“, so TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner. „Auch für die Ministerin sollte gelten: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Wer sich ständig zu Themen aus anderen Ressorts äußert, sollte auch in der Lage sein, die von dort stammenden Zahlen richtig einzuordnen.“, so Wagner weiter.

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Medieninformation: Erntebeginn 2020

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Thüringer Bauern rechnen mit leicht unterdurchschnittlicher Ernte

Der Thüringer Bauernverband (TBV) rechnet einer ersten Schätzung nach für dieses Jahr mit einer leicht unterdurchschnittlichen Ernte. Im Norden des Freistaats haben bereits Anfang diese Woche vereinzelt die Erntearbeiten begonnen. Die anderen Landesteile werde diese bzw. nächste Woche nachziehen. Um die Ernte trocken einzufahren, hoffen die Landwirt*innen tagsüber auf Sonnenschein und Wind.

Die Abfrage des TBV unter den Landwirtschaftsbetrieben zeigt, dass die geschätzten Erträge aufgrund der vor Ort sehr unterschiedlichen Niederschlagsmengen regional extrem stark variieren. Insgesamt hat sich durch die Niederschläge der vergangenen Wochen die seit dem Frühjahr vielerorts sehr kritische Lage entspannt. Für einige Kulturen, wie Mais und Zuckerrüben, sind jedoch die bevorstehenden Sommermonate noch entscheidend. Hier wird ausreichend Regen gebraucht, da es aufgrund der vergangenen zwei Dürrejahre keine Wasserreserven in den tieferen Bodenschichten mehr gibt.

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Medieninformation: Sonder-AMK - Finanzmittelverteilung im ländlichen Raum

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Gutes Verhandlungsergebnis – Langfristiger Nutzen muss bei der Verwendung im Fokus stehen

Der Thüringer Bauernverband (TBV) begrüßt die gestrige Einigung der Bundesländer zur Fortzahlung der Mittel aus dem EU-Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung der ländlichen Räume (ELER) für die Übergangsphase in der EU-Agrarpolitik bis 2022. „Es ist aus unserer Sicht ein gutes Verhandlungsergebnis für die Thüringer Landwirtschaft und Menschen im ländlichen Raum.“, so Katrin Hucke, Hauptgeschäftsführerin des TBV.

Insgesamt werden in den nächsten zwei Jahren rund 200 Millionen Euro nach Thüringen fließen, mit denen Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen aber auch soziale Projekte im ländlichen Raum gefördert werden können. Um die Gelder wirkungsvoll einzusetzen, müssen diese aus Sicht des TBV richtig verteilt werden: „Die Mittel müssen bei unseren Landwirtinnen und Landwirten sowie den Menschen im ländlichen Raum ankommen, denn sie sind es, die in der Fläche Umwelt- und Klimaschutz betreiben. Das Geld alleine für Grüne Prestigeprojekte wie das Grüne Band auszugeben, hilft uns allen wenig.“, so Hucke. Stattdessen sei Langfristigkeit und Verlässlichkeit gefragt: „Seit fast 30 Jahren setzen unsere Landwirtinnen und Landwirte viele Naturschutzmaßnahmen im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms mit Hilfe der durch Bund und Land kofinanzierten ELER-Mittel freiwillig und erfolgreich um. Das müssen wir fortführen, um nachhaltig Umweltschutz in der Fläche zu betreiben.“, so die Forderung Huckes.

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Medieninformation: 30 Jahre Thüringer Bauernverband

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Einigkeit und Geschlossenheit als Erfolgskonzept

Vor 30 Jahren, am 23. Juni 1990, wurde der Thüringer Bauernverband (TBV) in Friemar (Landkreis Gotha) gegründet, um den Thüringer Bäuerinnen und Bauern sowie den Menschen im  ländlichen Raum eine Stimme zu geben, die öffentlich Gehör findet. Dieses Ziel wurde erreicht. Heute sind im TBV rund 2.000 Einzelpersonen und mehr als 1.100 Landwirtschaftsbetriebe organisiert, die zusammen mehr als 60 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Thüringen bearbeiten. Sowohl die überwiegende Mehrheit der konventionell als auch zwei Drittel der in Thüringen ökologisch bewirtschaftenden Fläche wird heute durch Mitglieder und Mitgliedsbetriebe des Bauernverbandes bewirtschaftet. Durch diese starke Position des Verbandes in Thüringen konnte der landwirtschaftliche Berufsstand in den letzten Jahrzehnten an vielen Stellen für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum politische Erfolge erzielen. Aufgeschlossen gegenüber neuen gesellschaftlichen Anforderungen und technischen Innovationen, hat der TBV in dieser Zeit versucht, die Landwirtinnen und Landwirte im Freistaat tatkräftig zu unterstützen. 

„Die Stärke der Bauernschaft, ja des gesamten landwirtschaftlichen Berufsstandes in Thüringen, ist seine Geschlossenheit, seine Vielfalt und seine Leidenschaft.“, so TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner. „Landwirtschaft ist so vielfältig, wie das Land und die Menschen, die darauf arbeiten. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in unserer Mitgliedschaft. In leidenschaftlichen Diskussionen ist es uns trotzdem bisher immer gelungen, gemeinsame Positionen zu finden.“ Anders als andere Branchen konnten die Landwirtinnen und Landwirte die Einigkeit ihrer Interessenvertretung deshalb bis heute bewahren. „Einigkeit und Geschlossenheit des Berufsstandes sind unser Erfolgskonzept. Wir werden alles daran setzen, diese auch zukünftig zu erhalten und uns nicht auseinanderdividieren lassen. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund, der häufig sehr emotional aber wenig sachkundig geführten öffentlichen Diskussionen über zukünftige Ausgestaltung der Landwirtschaft. Nur gemeinsam können wir für die landwirtschaftlichen Betriebe in Thüringen, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ja, für den gesamten ländlichen Raum etwas erreichen“, ist sich der Bauernpräsident sicher. 

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2020  Thüringer Bauernverband e.V.
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