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Agrarpolitisches Forum, das Maßstäbe setzt

Unter dem Slogan „Neue Wege übers Land“ hatte  die Bundestagsfraktion der Partei Die LINKE am 7. März zur Veranstaltung zum Thema Agrarumweltpolitik nach Sömmerda eingeladen. Vor Ort diskutierten Abgeordnete des Bundestages und des Thüringer Landtages mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, aus den Umweltverbänden und dem Thüringer Bauernverband die Ausrichtung der europäischen Agrar- und Umweltpolitik nach 2020. Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen, griff die bestehende Agrarförderung scharf an, da sie weder Natur noch Arten ausreichend schütze und große Landwirtschaftsbetriebe gegenüber kleineren Familienbetrieben benachteilige. Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes Dr. Klaus Wagner wies demgegenüber auf die zahlreichen Umweltmaßnahmen hin, die bereits heute in den Landwirtschaftsbetrieben umgesetzt werden. Der Kritik am Strukturwandel in der Landwirtschaft konterte er mit dem Hinweis darauf, dass es gerade größere Betriebe seien, die tarifgebundene Arbeitsplätze schaffen und es ihren Angestellten ermöglichen, ihren Urlaub wahrnehmen zu können. Um Umweltleistungen erbringen und günstige Arbeitsbedingungen anbieten zu können, so Wagner weiter, müsse mit der Landbewirtschaftung Geld verdient werden. 

Auf großes Interesse der Anwesenden stieß die Idee einer einkommenswirksamen Gemeinwohlprämie, die von Dr. Jürgen Metzner, Bundesgeschäftsführer Deutscher Verband für Landschaftspflege, vorgetragen wurde. Der Bundestagsabgeordnete Ralph Lenkert (DIE LINKE) stellt in seinem Schlusswort heraus, dass es Ziel seiner Partei sei, die bestehenden Zielkonflikte zwischen Landwirtschaft und Umweltschutz aufzulösen. 

Foto: Felix Ihle; TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner (r.) diskutiert mit Dr. Jürgen Methner (l.) das Konzept der einkommensirksamen Gemeinwohlprämie
2019  Thüringer Bauernverband e.V.
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