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Aktuell

Weitere Wildschweine in Brandenburg positiv auf Schweinepest getestet

Nach dem ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP), der am 10. September durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt worden war, sind in Brandenburg weitere Wildschweine von der Seuche betroffen. Erste Tests bei fünf tot aufgefundenen Tieren sind positiv. 

Vor dem Hintergrund des Ausbruchs der ASP ruft der Thüringer Bauernverband ebenso wie der Deutsche Bauernverband und der Deutsche Jagdverband Landwirt*innen und Jäger*innen zu erhöhter Wachsamkeit auf. Verdächtige Kadaver sollten umgehend an das zuständige Veterinäramt oder über den Notruf gemeldet werden. ASP-Ausbrüche müssen früh erkannt werden, um sie eingrenzen zu können.

Für die Meldung auffälliger und verendeter Wildschweine in der Landschaft sollte auch die vom Deutschen Jagdverband entwickelte Tierfund-Kataster-App (www.tierfund-kataster.de) genutzt werden.

Foto: Marion WellmannPixabay

Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest: Schutz der Hausschweinebestände hat Priorität

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Deutschland angekommen. Neben der Eindämmung des Virus hat der Schutz der Hausschweinebestände nun oberste Priorität. Aus diesem Grund sollten alle schweinehaltenden Betriebe ihre Biosicherheitsmaßnahmen nochmals kritisch überprüfen sowie alle Mitarbeiter bezüglich der aktuellen Situation informieren und sensibilisieren. Als wertvolles Tool zur Überprüfung der Biosicherheit hat sich der ASP-Risikoampel der Uni Vechta erwiesen. Diese und weiter Informationen sind unter Service/Downloads/Downloadbereich Öffentlich/Afrikanische Schweinpest (ASP)/ verfügbar. Weiterhin wurde durch das Thüringer Gesundheitsministerium unter https://www.tmasgff.de/fileadmin/user_upload/Veterinaerwesen/Dateien/Tiergesundheit/Merkblatt_ASP_Landwirte_04.09.2020.pdf ein Merkblatt veröffentlicht, auf dem die Maßnahmen im ASP-Fall übersichtlich zusammengefasst sind

Werbung für eine Ausbildung in der Landwirtschaft

Am 2. September führte der Ausbildungsverbund „Grüne Berufe“ Südthüringen seine jährliche Mitgliederversammlung durch.

Diese fand in den Räumlichkeiten der Agrargenossenschaft Queienfeld e.G. statt. Neben Finanzbericht und Projektauswertung des „Berufsstart Plus“ wurde eine Aufstellung über die Teilnahme an den Ergänzungslehrgängen für die Südthüringer Lehrlinge erörtert. Dabei wurden in zehn vom Ausbildungsverbund organisierten Lehrgängen im diesem Schuljahr 171 Teilnehmer*innen geschult. 

Zwei Lehrgänge mussten coronabedingt ersatzlos gestrichen werden. Neu in diesem Schuljahr war, dass der Ausbildungsverbund einen „Schweißlehrgang“ für die Lehrlinge der Mitgliedsbetriebe organisiert und in Zusammenarbeit mit dem BTZ in Rohr durchgeführt hat. Dieser wurde sowohl von den Ausbildungsbetrieben als auch von den Lehrlingen sehr gut angenommen.

Weiterhin wurden umfangreiche Werbemaßnahmen für die Ausbildung in der Landwirtschaft beschlossen. Hier wird ein neuer Werbefilm mit Auszubildenden aus der Region gedreht und zusätzlich sollen große Banner gedruckt werden, die dann von den Betrieben weithin sichtbar angebracht werden können.

Foto: Ausbildungsverbund "Grüne Berufe" Südthüringen e.V.
 

Bekämpfung der Feldmausplage: Praxisferne Regelung veröffentlicht

Mit der Presseinformation vom 14. August hat das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft ein neues Merkblatt des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) zur Feldausbekämpfung veröffentlicht, das Möglichkeiten zur Bekämpfung der Feldmaus vor dem 1. November aufzeigt. Aus Sicht des Thüringer Bauernverbandes (TBV) ist das in dem Merkblatt vorgeschlagene Verfahren allerdings extrem aufwendig und daher kaum zu realisieren. So verlangt die praxisferne Regelung des TLLLR vor dem Einsatz von Rodentiziden u.a. das Einholen eines flächenbezogenen Gutachtens über die potentiellen Feldhamstervorkommen und führt lediglich acht Gutachter*innen/ Büros auf, die ein solches ausstellen können. Im Hinblick auf die hohe Zahl befallener Flächen ist daher zu befürchten, dass allein dieses Begutachten mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird und damit bis zur Herbstaussaat nicht umzusetzen ist. Der TBV appelliert deshalb nachdrücklich an die Landwirtschafts- und Umweltverwaltung, ein einfacheres und schnelleres Verfahren zu gestalten, um die Möglichkeit der Bekämpfung der Feldmauskalamität nicht zu einer Luftnummer werden zu lassen. Das Merkblatt ist unter Service/Downloads/Downloadbereich Öffentlich/Ackerbau/ verfügbar.

Foto: TBV; Feldmausbefall 

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Die Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, stellt erste Informationen zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ im Internet zur Verfügung. Die hierzu ergangene erste Förderrichtlinie wurde am 31. Juli im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist zum 1. August in Kraft getreten. Im Internetangebot der Bundesagentur für Arbeit finden Sie ab sofort die erforderlichen Antragsformulare sowie die Formulare für notwendige Bescheinigungen (z.B. Bescheinigungen der zuständigen Kammer). Eine Konkretisierung der erforderlichen Nachweise erfolgt voraussichtlich Ende August. Die Anträge sind bei den Agenturen für Arbeit zu stellen, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt.

Foto: TBV; Auszubildende in den Grünen Berufen

Projektförderung „Feldhamsterland“ um eine halbe Million Euro erhöht

Das Projekt "Feldhamsterland" in Thüringen erhält jetzt zusätzliche Fördergelder in Höhe von 509.414 Euro. Das Bundesamt für Naturschutz und das Thüringer Umweltministerium haben die Mittel aufgestockt. Das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderte Projekt entwickelt Maßnahmen, mit denen das Aussterben des Feldmasters in Deutschland verhindert werden soll.

Hierfür werde in den Feldhamster-Schwerpunktregionen mit Hilfe von Ehrenamtlichen nach verbliebenen Populationen gesucht und dann gemeinsam mit den Landwirt*innen vor Ort Schutzmaßnahmen umgesetzt. Die Ressonanz bei den Landwirt*innen sei gut, so Magdalena Werner, Regionalkoordinatorin in Thüringen. 

Dem Feldhamster fehlt es vor allem an Deckung und Nahrung. Getreidestreifen, die nicht geerntet werden und spezielle Saatmischungen für Hamsterschutzstreifen schaffen hier Abhilfe. Neben dem Feldhamster profitieren viele weitere Arten von den Maßnahmen. Die Kosten werden den landwirtschaftlichen Betrieben ersetzt. 

Foto: SgH Pixabay; Feldhamster

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2020  Thüringer Bauernverband e.V.
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