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Aktuell

Bundes-Düngeverordnung: Bundesratsverfahren hat begonnen

Vergangene Woche leitete das Bundeskanzleramt den Verordnungsentwurf zur Novelle der Bundes-Düngeverordnung (Bundes-DüV) an den Bundesrat weiter, wodurch das offizielle Bundesratsverfahren begonnen hat. Die EU-Kommission hat im Vorfeld angekündigt, dass sie keine weiteren Verzögerungen tolerieren wird und bis zum 3. April eine Verabschiedung erfolgen muss, um ein zweites EU-Anlastungsverfahren zu verhindern. Vor diesem Hintergrund ist mit einer zeitnahen Verabschiedung der Novelle der Bundes-DüV zu rechnen, womit die vorgesehenen Verschärfungen ab Herbst dieses Jahres gelten werden. Nach deren Verabschiedung haben die Bundesländer sechs Monate Zeit, diese durch eine Landesverordnung zu ergänzen und umzusetzen. Wesentlicher Teil der Erarbeitung einer Landes-DüV wird eine erneute Ausweisung der Roten Gebiete sein. Dies hatte die EU-Kommission gefordert, um ein deutschlandweit einheitliches Ausweisungsverfahren zu erwirken. Seitens der Kommission wurde auch eine bundeseinheitliche Binnendifferenzierung gefordert. Diese wird in den nächsten Wochen durch Bund und Länder erarbeitet und dann als Ausweisungsbasis für die Roten Gebiete verwendet werden. Der Thüringer Bauernverband bringt sich an geeigneter Stelle mit ein.

Präsidium des Landseniorenverbandes hat getagt

Das Präsidium des Landseniorenverbandes Thüringen traf sich am 6. Februar zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr(zehtn). Der Arbeitsplan mit den insgesamt fünf Präsidiumssitzungen, zwei Vertreterversammlungen im Frühjahr und Herbst sowie dem Höhepunkt, der Jahrestagung Anfang September, wurde hierbei beschlossen.

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Vorschläge des DBV zum Green Deal

Vergangene Woche veröffentlichte der Deutsche Bauernverband (DBV) seine ersten zehn Vorschläge zur Ausgestaltung des Europäischen Green Deal. Darin stellt er unter anderem klar, dass Klimaschutz nur mit Landwirtschaft möglich ist, es einheitlicher europäischer Regeln und Standards bedarf sowie Zielkonflikte zwischen Naturschutz und Landnutzung aufzuheben sind. Die gesamten Vorschläge sind unter Mitgliederbereich/Downloads/GAP und Greening/ einsehbar. 

Workshop „Twitter in der landwirtschaftlichen Öffentlichkeitsarbeit“

Ehemalige und amtierende US-Präsidenten nutzen es, berühmte Pop-Stars und bekannte Größen aus dem Sportgeschäft sowieso: Der 2006 gestartete Kurznachrichtendienst Twitter gehört zu den bekanntesten sozialen Netzwerken. Doch was ist Twitter genau und wie funktioniert es? Welchen Mehrwert hat Twitter für die landwirtschaftliche Öffentlichkeitsarbeit und wie sehen die ersten Schritte nach der Anmeldung aus? All das soll in einem Workshop erläutert werden, der am 25. Februar in Erfurt stattfindet. Eingeladen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Führungsebenen aus landwirtschaftlichen Betrieben, Unternehmen oder Verbänden aus dem landwirtschaftlichen Umfeld, die sich für soziale Medien interessieren, diese aktiv nutzen oder dies planen. Umfangreiche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet als Kooperation zwischen der Initiative Heimische Landwirtschaft und der Regionalgeschäftsstelle Mitte der Kreisbauernverbände Erfurt-Sömmerda, Gotha, Ilm-Kreis sowie Weimarer Land statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich (E-Mail: info@heimische-landwirtschaft.de, Telefon: 0361/ 26 25 33 30). Weitere Informationen finden Sie im Veranstaltungsflyer.

Foto: Photo Mix/Pixabay

Thüringer Milchtag: Milchviehhaltung im neuen Jahrzehnt

Wie halten wir Milchkühe in zehn Jahren? Gibt es dann überhaupt noch eine nennenswerte Milchviehhaltung in Thüringen? Die kürzlich veröffentlichen Zahlen zu den Milchviehbeständen in Thüringen geben durchaus Anlass zur Sorge. Im November wurden noch rund 97.000 Milchkühe gezählt, damit wurde die 100.000-Marke erstmals unterschritten. Eine besorgniserregende Entwicklung, deren Ursachen vielfältig sind. Die Verschärfung der Düngeverordnung, immer höhere Anforderungen an das Tierwohl und Nachhaltigkeitsaspekte bei anhaltend zu niedrigen Milchpreisen zwingen die Milchviehhalter zunehmend in die Knie. Wie soll unter diesen Bedingungen die Milchproduktion in zehn Jahren aussehen? Welche Konzepte sind zukunftsfähig? Und gibt es der Markt überhaupt her, den Anforderungen gerecht zu werden? Diese Fragen werden auf dem 24. Thüringer Milchtag am 16. März im Congress Center der Messe Erfurt diskutiert. Jeder ist gerne eingeladen. Das genaue Tagungsprogramm wird zeitnah veröffentlicht. 

Foto: TBV

Solar-Run auf die Flächen?

Auch in Thüringen nehmen die Aktivitäten der Solarbranche zu. Umwelt- und Energieministerin Anja Siegesmund erinnert immer wieder an ihr erklärtes Ziel, Thüringen bis 2040 Energieautark mit 100 Prozent erneuerbaren Energien zu machen. Das geht nur mit einem gesunden Mix aus Wasserkraft, Wind, Solar und Biomasse. Die meisten Bereiche sind aber laut einer Studie der Hochschule Nordhausen weitestgehend ausgereizt. Die größten Potentiale in Thüringen liegen noch im Solarbereich. Bei den Thüringer Landwirten schrillen hierbei die Alarmglocken, ist doch zu erwarten, dass hierfür landwirtschaftliche Flächen geopfert werden sollen. Grund genug, gemeinsam mit der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) die aktuellen Aktivitäten der Solarbranche zu besprechen und eigene Zielvorstellungen zu formulieren. Die ThEGA bestätigt die vermehrte Nachfrage nach großen Flächen für Solarfelder, die vor allem von außerthüringischen Investoren kommt. Wird es nun einen Run auf die Flächen geben? Vorrangflächen für Solar sollten aber laut Studie zunächst Dachflächen sein. Der Thüringer Bauernverband (TBV) geht diesbezüglich konform: Solar gehört auf Dachflächen. Es gibt hier viele sinnvolle Konzepte für Photovoltaikanlagen, die auf Dachflächen – mit oder ohne Dachsanierung – von Tierställen oder auf brachliegenden Gewerbe- und Industrieflächen errichtet werden können. Die Nutzung wertvoller landwirtschaftlicher Nutzflächen für Photovoltaikanlagen ist für den TBV keine Option.

Foto: Pixabay

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2020  Thüringer Bauernverband e.V.
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