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Aktuell

Kurzarbeitergeld für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Landwirtschaft

Angesichts der Wettersituation in Deutschland überlegen viele Unternehmen, ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit zu schicken. Der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV) hat aufgrund dessen die Bundesagentur für Arbeit (BA) angeschrieben und um zusätzliche Hinweise zur Antragsstellung von Kurzarbeitergeld gebeten. Des Weiteren hat der DBV die BA ersucht, die regionalen Arbeitsagenturen auf die derzeitige besondere Situation der landwirtschaftlichen Betriebe in den Dürreregionen hinzuweisen. Die BA weist in ihrem Antwortschreiben darauf hin, dass die Gewährung von Kurzarbeitergeld für landwirtschaftliche Betriebe grundsätzlich nicht ausgeschlossen ist, soweit die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Das Antwortschreiben der BA mit weiteren diesbezüglichen Informationen ist auf der Homepage des Thüringer Bauernverbandes für Mitglieder unter Mitliederbereich/Downloads/Interne Stellungnahmen und Positionspapiere/ eingestellt.

Abfrage des TMIL zur Bedürftigkeit nach Liquiditätshilfe

Angesichts der angespannten Situation durch Hitze und Trockenheit in einzelnen Regionen sowie der zunehmenden Forderung nach Liquiditätshilfen, startet das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) heute, 7. August, mit seinen Landwirtschaftsämtern (LWA) eine Abfrage bei den Landwirtschaftsbetrieben. Die Abfrage dient zur Ermittlung der Bedürftigkeit nach Liquiditätshilfe, um das Ausmaß an finanziellen Mittel abschätzen zu können. Der Thüringer Bauernverband fordert nachdrücklich alle Landwirte auf, daran teilzunehmen und die Unterlagen per Telefax oder auf dem Postweg an das Landwirtschaftsamt, in dessen Zuständigkeitsbereich der Betriebssitz des Unterneh­mens liegt, bis zum 13. August zu übermitteln. Der Erhebungsbogen (Excel- oder PDF-Datei) einschließlich der datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärungen ist zu finden unter: https://www.thueringen.de/th9/tmil/lawi/bf_duerre2018/index.aspx. Bitte achten Sie auf die Informationen Ihres zuständigen LWA und melden Sie Ihre Bedürftigkeit. Die Befragungsergebnisse sind nach Aussage des TMIL unabdingbar für eine Entscheidungsfindung von Bund und Land.

Foto: TBV

Futternutzung von ÖVF-Zwischenfrüchten

Die Futtersituation bleibt weiterhin angespannt. In Thüringen hat das Landwirtschaftsministerium bereits die Möglichkeiten der zusätzlichen Nutzung freigegeben. Hierzu zählt die Nutzung von brachliegenden Flächen, Feldrandstreifen und Pufferstreifen. Auf als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) angemeldeten brachliegenden Flächen und Feldrandstreifen kann ab dem 1. August des Antragsjahres der Aufwuchs durch Schafe oder Ziegen beweidet werden. Darüber hinaus besteht per formlosen Antrag beim Landwirtschaftsamt (LWA) ab dem 1. Juli die Möglichkeit, dass in Gebieten, in denen aufgrund außergewöhnlicher Umstände, insbesondere ungünstiger Witterungsereignisse, nicht ausreichend Futter zur Verfügung steht oder stehen wird, den Aufwuchs durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung für Futterzwecke zu nutzen.

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Staatssekretär Michael Stübgen gegen verpflichtende Degression und Kappung

Der Parlamentarische Staatssekretär (Sts.) beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Michael Stübgen hatte am 12. Juli ein Gespräch mit Vertretern des Thüringer Bauernverbandes in der Erzeuger-Genossenschaft Neumark eG. Vorstandsvorsitzender Steffen Steinbrück stellte den Anwesenden, darunter MdB Johannes Selle und TBV-Vizepräsident Dr. Lars Fliege, den Betrieb vor. Anhand der präsentierten Zahlen konnte die Bedeutung der GAP abgelesen und die Vorschläge der Europäischen Kommission zur zukünftigen GAP konkret diskutiert werden. Sts. Stübgen zeigte sich als Kenner der EU-Finanzpolitik und versicherte den Anwesenden gegen verpflichtende Degression und Kappung einzutreten. Auch die Anrechnung von Arbeitskräften sehe er momentan nicht als Alternative, weil zu viele bürokratische Hürden damit verbunden seien. Die in Ostdeutschland entstandenen Genossenschaftsstrukturen gelte es aus seiner Sicht zu erhalten, da diese ein Modell für eine zukunftsfähige Landwirtschaft darstellen. 

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Hohe Mindererträge bei der diesjährigen Ernte erwartet

Aktuell ist die erste Erntemeldung an den Deutschen Bauernverband e.V. (DBV) fällig. Die Kreisbauernverbände in Thüringen schätzen ein, dass bereits 95 Prozent der Wintergerste, 30 Prozent des Winterrapses und 15 Prozent des Winterweizens geerntet sind. Die Abfragen zeigen, dass die Ernte drei Wochen eher als üblich begonnen hatte. Die Schätzungen zeigen hohe Mindererträge im Vergleich zum Vorjahr: -25 Prozent bei Wintergerste, -30 Prozent bei Winterraps und -15 Prozent bei Winterweizen. Allerdings reichen die Mindererträge in manchen Regionen auch bis zu -50 Prozent. 

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EU-Agrarförderung muss Eckpfeiler der europäischen Integration bleiben

Die deutschen Bauern wollen eine gemeinsame europäische, eine einfachere und eine effektivere Agrarpolitik. Die beim Deutschen Bauerntag beschlossene „Wiesbadener Erklärung“ hebt die existenzielle Bedeutung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für die deutsche und europäische Landwirtschaft hervor. Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert in der „Wiesbadener Erklärung“ vor allem ein stabiles EU-Agrarbudget. Die von der EU-Kommission vorgeschlagene finanzielle Kürzung wird abgelehnt.

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2019  Thüringer Bauernverband e.V.
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