background
RuV1 RuV2 RuV3 RuV4

Aktuell

Werbung für eine Ausbildung in der Landwirtschaft

Am 2. September führte der Ausbildungsverbund „Grüne Berufe“ Südthüringen seine jährliche Mitgliederversammlung durch.

Diese fand in den Räumlichkeiten der Agrargenossenschaft Queienfeld e.G. statt. Neben Finanzbericht und Projektauswertung des „Berufsstart Plus“ wurde eine Aufstellung über die Teilnahme an den Ergänzungslehrgängen für die Südthüringer Lehrlinge erörtert. Dabei wurden in zehn vom Ausbildungsverbund organisierten Lehrgängen im diesem Schuljahr 171 Teilnehmer*innen geschult. 

Zwei Lehrgänge mussten coronabedingt ersatzlos gestrichen werden. Neu in diesem Schuljahr war, dass der Ausbildungsverbund einen „Schweißlehrgang“ für die Lehrlinge der Mitgliedsbetriebe organisiert und in Zusammenarbeit mit dem BTZ in Rohr durchgeführt hat. Dieser wurde sowohl von den Ausbildungsbetrieben als auch von den Lehrlingen sehr gut angenommen.

Weiterhin wurden umfangreiche Werbemaßnahmen für die Ausbildung in der Landwirtschaft beschlossen. Hier wird ein neuer Werbefilm mit Auszubildenden aus der Region gedreht und zusätzlich sollen große Banner gedruckt werden, die dann von den Betrieben weithin sichtbar angebracht werden können.

Foto: Ausbildungsverbund "Grüne Berufe" Südthüringen e.V.
 

Bekämpfung der Feldmausplage: Praxisferne Regelung veröffentlicht

Mit der Presseinformation vom 14. August hat das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft ein neues Merkblatt des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) zur Feldausbekämpfung veröffentlicht, das Möglichkeiten zur Bekämpfung der Feldmaus vor dem 1. November aufzeigt. Aus Sicht des Thüringer Bauernverbandes (TBV) ist das in dem Merkblatt vorgeschlagene Verfahren allerdings extrem aufwendig und daher kaum zu realisieren. So verlangt die praxisferne Regelung des TLLLR vor dem Einsatz von Rodentiziden u.a. das Einholen eines flächenbezogenen Gutachtens über die potentiellen Feldhamstervorkommen und führt lediglich acht Gutachter*innen/ Büros auf, die ein solches ausstellen können. Im Hinblick auf die hohe Zahl befallener Flächen ist daher zu befürchten, dass allein dieses Begutachten mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird und damit bis zur Herbstaussaat nicht umzusetzen ist. Der TBV appelliert deshalb nachdrücklich an die Landwirtschafts- und Umweltverwaltung, ein einfacheres und schnelleres Verfahren zu gestalten, um die Möglichkeit der Bekämpfung der Feldmauskalamität nicht zu einer Luftnummer werden zu lassen. Das Merkblatt ist unter Service/Downloads/Downloadbereich Öffentlich/Ackerbau/ verfügbar.

Foto: TBV; Feldmausbefall 

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Die Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, stellt erste Informationen zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ im Internet zur Verfügung. Die hierzu ergangene erste Förderrichtlinie wurde am 31. Juli im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist zum 1. August in Kraft getreten. Im Internetangebot der Bundesagentur für Arbeit finden Sie ab sofort die erforderlichen Antragsformulare sowie die Formulare für notwendige Bescheinigungen (z.B. Bescheinigungen der zuständigen Kammer). Eine Konkretisierung der erforderlichen Nachweise erfolgt voraussichtlich Ende August. Die Anträge sind bei den Agenturen für Arbeit zu stellen, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt.

Foto: TBV; Auszubildende in den Grünen Berufen

Projektförderung „Feldhamsterland“ um eine halbe Million Euro erhöht

Das Projekt "Feldhamsterland" in Thüringen erhält jetzt zusätzliche Fördergelder in Höhe von 509.414 Euro. Das Bundesamt für Naturschutz und das Thüringer Umweltministerium haben die Mittel aufgestockt. Das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderte Projekt entwickelt Maßnahmen, mit denen das Aussterben des Feldmasters in Deutschland verhindert werden soll.

Hierfür werde in den Feldhamster-Schwerpunktregionen mit Hilfe von Ehrenamtlichen nach verbliebenen Populationen gesucht und dann gemeinsam mit den Landwirt*innen vor Ort Schutzmaßnahmen umgesetzt. Die Ressonanz bei den Landwirt*innen sei gut, so Magdalena Werner, Regionalkoordinatorin in Thüringen. 

Dem Feldhamster fehlt es vor allem an Deckung und Nahrung. Getreidestreifen, die nicht geerntet werden und spezielle Saatmischungen für Hamsterschutzstreifen schaffen hier Abhilfe. Neben dem Feldhamster profitieren viele weitere Arten von den Maßnahmen. Die Kosten werden den landwirtschaftlichen Betrieben ersetzt. 

Foto: SgH Pixabay; Feldhamster

Weiterlesen: Projektförderung „Feldhamsterland“ um eine halbe Million Euro erhöht

Jetzt Förderprogramm „Insektenschutz“ nutzen!

Mit dem Sonderrahmenplan zum Insektenschutz des Bundeslandwirtschaftsministeriums werden in den Jahren 2020 bis 2023 Programme zum Insektenschutz mit 50 Millionen Euro pro Jahr gefördert. Im Mai hat das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz die Aufstockung des Förderprogramms im Rahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Thüringen (NALAP) um weitere zwei Millionen Euro jährlich angekündigt. Das Förderprogramm kann u.a. von Landnutzer*innen, gemeinnützigen Verbänden und Vereinen sowie Kommunen in Anspruch genommen werden. Die Mittel sind für Naturschutzprojekte zum lnsektenschutz in der Agrarlandschaft einschließlich Siedlungsränder, Stillgewässer oder sonstiger Flächen in der freien Landschaft gedacht. Es bestehen drei Fördergegenstände: 1. Konkrete Maßnahmenumsetzung für den Insektenschutz, 2. Grunderwerb von Flächen in der Agrarlandschaft zur anschließenden naturschutzfachlichen und insektenfreundlichen Nutzung und 3. Erstellung von Schutzkonzepten und Voruntersuchungen zur anschließenden Maßnahmenumsetzung. Weitere Informationen sind unter https://umwelt.thueringen.de/ministerium/unsere-foerderprogramme/nalap nachzulesen. Auf der Homepage unter Service/Downloads/Downloadbereich Öffentlich/Förderung/ befinden sich der Maßnahmensteckbrief sowie das Antragsformular.   

Verpflichtender Zwischenfruchtanbau erst im nächsten Jahr

Nach vermehrten Anfragen aus den Ländern hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gegenüber dem Deutschen Bauernverband mitgeteilt, dass die Regelungen zum verpflichtenden Zwischenfruchtanbau in nitratsensiblen Gebieten nach § 13a der DüV 2020 erst ab 2021 und nicht bereits als Voraussetzung für die Düngung von Sommerungen im nächsten Jahr gelten sollen. Diese Aussage bestätigt auch das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Gebiete, die besonders von Trockenheit (unter 550 mm Niederschlag) betroffen sind, sind von der Verpflichtung zum Anbau von Zwischenfrüchten vor Sommerungen generell ausgenommen. Das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und ländlichen Raum hat dazu eine Fachinformation mit einer Kulisse der Trockengebiete herausgegeben. Das Dokument ist unter Service/Downloads/Downloadbereich Öffentlich/Ackerbau/ zu finden.

Foto: TLLLR; Gebiete < 550 mm Niederschlag im langjährigen Mittel (1991-2019)

Unterkategorien

2020  Thüringer Bauernverband e.V.
Diese Webseite verwendet Cookies. Zur Datenschutzerklärung