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Aktuell

Medieninformation: Feldmausplage 2020 - Notfallzulassung

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Notfallzulassung zwingt zur Fortsetzung des Irrwitzes

Die gestern erteilte Notfallzulassung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist aus Sicht des Thüringer Bauernverbandes (TBV) in jeder Hinsicht unzureichend, da die Bekämpfung der Feldmausplage für nahezu alle betroffenen Thüringer Landwirt*innen weiterhin unmöglich sein wird. Grund hierfür ist, dass sämtliche Auflagen, die einen Einsatz von Rodentiziden in weiten Teilen Thüringens verbieten, ausnahmslos bestehen bleiben. So dürfen auch zukünftig aus Artenschutzgründen in allen Gebieten, in denen Feldhamster oder Haselmäuse möglicherweise vorkommen könnten, sowie in allen FFH-Gebieten und Rastplätzen von Zugvögeln keine Rodentizide ausgebracht werden. „Damit ist eine selektive Bekämpfung der Feldmäuse auf nahezu allen betroffenen Flächen schlicht unmöglich.“, so TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner. „Der Irrwitz geht somit weiter: Statt mit der Aussaat die Grundlage für eine erfolgreiche Ernte und damit unser aller Lebensmittelversorgung zu legen, füttern wir derzeit die Feldmäuse. Diese fressen nämlich die ausgesäten Körner und die jungen Pflanzen. Das ist nicht nur aus sozialer Sicht völlig widersinnig, sondern auch ökonomisch für uns Landwirt*innen desaströs“, so die Kritik des Bauernpräsidenten.

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Medieninformation: Afrikanische Schweinepest jetzt auch in Deutschland nachgewiesen

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Exportbeschränkungen müssen regionalisiert werden

Der Thüringer Bauernverband (TBV) befürchtet als Folge des ersten Falls der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland einen Preisverfall für Schweinefleisch, der viele Thüringer Schweinhalter*innen vor existenzielle Probleme stellen kann. „Der Befund hat weitreichende Folgen für alle Schweinehalter*innen hierzulande. Es ist zu befürchten, dass der Export und damit auch der Preis für Schweinefleisch einbrechen wird, da die meisten Staaten, wie China, nur Fleisch aus ASP-freien Ländern akzeptieren“, so TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner. Ein Preisverfall war auch in Belgien die Konsequenz, nachdem dort im September 2018 ein ASP-Fall bestätigt worden war.

Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie werden die Folgen der ASP aus Sicht des TBV besonders gravierend sein: „Der Preis, den die Landwirt*innen für ihre Mastschweine erhalten, ist in den letzten Monaten aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schließung des Tönnies-Schlachthofes bereits enorm unter Druck geraten, so dass seit April der Umsatz in der Schweinemast die Vollkosten nicht mehr decken kann. Der jetzt zu befürchtende Preisverfall kann die Betriebe wirtschaftlich nochmals hart treffen“, so der Bauernpräsident. Eine Verstärkung des ohnehin schon anhaltenden Bestandsabbaus der letzten Jahre ist daher nicht auszuschließen. Um dem entgegenzuwirken, fordert Wagner, auch die Unterstützung der Politik: „Wir erwarten, dass sich die Bundesregierung jetzt massiv für eine Anerkennung der Regionalisierung durch Drittstaaten einsetzt. Exportbeschränkungen dürfen nur dort wirken, wo die ASP auch aufgetreten ist. Nur so wird es möglich sein, weiter Schweinefleisch aus Regionen wie Thüringen zu exportieren, die nicht von der ASP betroffen sind.“

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Medieninformation: Ernteergebnisse der Ökobetriebe 2020

Ernteergebnisse ökologisch wirtschaftender Betriebe in Thüringen 2020

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Leicht unterdurchschnittliche Ernte – regionale Strukturen müssen ausgebaut werden

Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV) Dr. Klaus Wagner und der Thüringer Landwirtschaftsminister Benjamin-Immanuel Hoff präsentierten am 3. September auf dem Gelände der Landhandelsgesellschaft AHG in Erfurt der Öffentlichkeit die diesjährigen Ernteergebnisse. Der Bauernpräsident legte hierbei auch Ergebnisse der Ernteerhebung der ökologisch wirtschaftenden Betriebe vor und mahnte mit Blick auf die Förderung des ökologischen Landbaus an, auch die nachgelagerten Bereiche nicht zu vergessen. „Mehr Anbaufläche und bessere Ernteergebnisse als in den Vorjahren sind überaus erfreulich. Aber auch die nachgelagerten Bereiche müssen beachtet werden: Unsere Öko-Bauern müssen die Möglichkeit haben, ihr Getreide regional lagern, aufbereiten und verarbeiten zu können, wenn sie weiter wirtschaftlich arbeiten wollen. Dafür müssen die Voraussetzungen auch mit Blick auf die Landhandelsgesellschaften geschaffen und ausgebaut werden. Hier bedarf es auch einer Überprüfung der Fördermöglichkeiten“, so die Aufforderung des Bauernpräsidenten.

Zu dem nachgelagerten Bereich zählt auch die AHG. Diese lagert und schlägt seit 2003 Getreide um, das aus ökologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetrieben kommt. Waren es zu Beginn nur 300 Tonnen pro Jahr, sind es in diesem Jahr bereits 3.000 Tonnen, Tendenz steigend. Auch Uwe Güttich, Prokurist der AHG, betont die Rolle des Unternehmens für die Zukunft der ökologischen Landwirtschaft: „Nur mit Unternehmen wie dem unseren ist auch im Ökobereich ein Wachstum möglich, ein Wachstum, welches von der Politik immer wieder gefordert wird.“

Insgesamt erzielten die Thüringer Ökobauern verglichen mit dem langjährigen Durchschnitt normaler Ertragsjahre eine leicht unterdurchschnittliche Ernte. So ist die Öko-Getreideernte im Vergleich zu den zwei vergangenen Jahren teilweise besser ausgefallen. Mit Ausnahme von Wintergerste und Sommergerste wurden bei allen Getreidearten höhere Erträge als im Vorjahr erzielt. Die stärksten positiven Ertragsunterschiede verglichen mit dem vierjährigen Ertragsmittel 2016-2019 waren bei Roggen, Triticale und Hafer zu verzeichnen.

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Medieninformation: Erntepressekonferenz 2020

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Ernte 2020: Thüringer Landwirtschaft kommt mit einem blauen Auge davon

Thüringer Bauernverband und Thüringer Landwirtschaftsministerium stellen gemein- sam Ernteergebnisse 2020 vor

Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV) Dr. Klaus Wagner und der Thüringer Landwirtschaftsminister Prof. Dr.  Benjamin-Immanuel Hoff präsentierten am 3. September auf dem Gelände der Landhandelsgesellschaft AHG in Erfurt der Öffentlichkeit die diesjährigen Ernteergebnisse.

Insgesamt haben wir bisher unterm Strich eine leicht unterdurchschnittliche Ente eingefahren. Das war Ende April so nicht zu erwarten. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Im April fiel gefühlt kein Regen, es drohte uns das dritte Dürrejahr in Folge“ so der Bauernpräsident. Die Ernte 2020 weist jedoch wieder erhebliche regionale Unterschiede auf. Vielerorts konnten sogar besser Ergebnisse erzielt werden, wohingegen im Thüringer Becken die Niederschläge für eine durchschnittliche Ernte nicht ausreichten.

Neben den negativen Folgen des Klimawandels sind es die politischen Rahmenbedingungen, die den Landwirt*innen in Thüringen zunehmend zu schaffen machen. Insbesondere der Anbau von Qualitätsweizen, der gefragt und für den Thüringen bekannt ist, wird durch die neue Düngeverordnung in Frage gestellt.   Auch die durch die Umweltgesetzgebung blockierten Möglichkeiten zur gezielten Bekämpfung der Feldmausplage sind ein Beispiel  für unverhältnismäßige Restriktionen die einem ganzheitlichen Handeln der Landwirt*innen die Grundlage entziehen.

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Medieneinladung: Erntepressekonferenz 2020

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Ernte 2020: Landwirtschaft braucht regionale Wertschöpfungsketten

Gemeinsame Erntepressekonferenz des Thüringer Bauernverbandes und des
Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft

Die Ernte in Thüringen ist weitestgehend abgeschlossen. Regional geringe Niederschläge, vor allem im März und April, sowie ein Kälteeinbruch zu den Eisheiligen Mitte Mai haben in diesem Jahr die Ernte geprägt, deren Erträge und Qualitäten stark beeinflusst. Die genauen Zahlen werden der Öffentlichkeit am Donnerstag, den 3. September, ab 11 Uhr, auf der gemeinsamen Erntepressekonferenz des Thüringer Bauernverbandes (TBV) und des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) auf dem Gelände der AHG Agrarhandel GmbH in Erfurt vorgestellt.

Der TBV lädt hierzu gemeinsam mit dem TMIL und der AHG Agrarhandel GmbH alle Vertreter*innen der Medien sowie alle Interessierten herzlich ein.

Zeit:   3. September, 11 Uhr
Ort:   AHG Agrarhandel GmbH, Blumenstraße 70, 99092 Erfurt

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Medieninformation: Kompromissvorschlag entpuppt sich als Luftnummer

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Feldmausplage 2020

Feldmausbekämpfung: Kompromissvorschlag der Thüringer Umwelt- und Agrarverwaltung entpuppt sich als Luftnummer

Der Thüringer Bauernverband (TBV) kritisiert das von der Umwelt- und Agrarverwaltung angedachte Verfahren zur Bekämpfung der Feldmausplage als realitätsfern. Aus Sicht des TBV sind die Vorschläge für die Genehmigung des Ausbringens von Rodentiziden in der bis zur Aussaat zur Verfügung stehenden Zeit schlicht undurchführbar. Das Verfahren sieht eine verpflichtende Begutachtung der von Feldmäusen befallen Flächen vor, um möglicherweise vorkommende Feldhamster zu schützen, bevor die Landwirt*innen die Feldmäuse mit Rodentiziden bekämpfen dürfen.

„Bis eine Begutachtung fertig ist, ist der jetzt anstehende Raps gesät, gekeimt und aufgefressen.“, so Dr. Lars Fliege, Vizepräsident des TBV und mit seinem Betrieb im Weimarer Land selbst stark betroffen von der diesjährigen Feldmäuseplage. „Der gefundene Kompromissvorschlag entpuppt sich als reine Luftnummer. Die Gutachterkapazitäten sind nicht ansatzweise ausreichend, um eine effektive Abarbeitung in der zur Verfügung stehenden Zeit zu gewährleisten. Es muss dringend ein anderes, schnelleres Verfahren gefunden werden.“, so Fliege weiter.

Allein in den am stärksten betroffenen Landkreisen Erfurt, Gotha, Sömmerda, Weimarer Land, llmkreis und Greiz sind derzeit bis zu 80 Prozent der gesamten Acker- und Grünlandflächen von der Feldmausplage betroffen. In den nächsten drei Wochen werden dort ca. 32.000 Hektar Winterraps ausgesät. Diesen Flächenumfang können die wenigen zur Verfügung stehenden Gutachter*innen in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht untersuchen. Bei einem Zeitbedarf von ca. einer Stunde auf einem Hektar Ackerland würden in den benannten Kreisen ca. 25.000 Arbeitsstunden anfallen. Sollten 100 Gutachter*innen zur Verfügung stehen, was derzeit nicht der Fall ist, würden diese bis Mitte Oktober brauchen, um die Flächen in den Landkreisen zu untersuchen.

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2020  Thüringer Bauernverband e.V.
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