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Afrikanische Schweinepest in Deutschland – erstmals Fall im Landkreis Uckermark

  Daniel Küßner      12. August 2021

Im Landkreis Uckermark ist heute zum ersten Mal die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei einem erlegten Wildschweinfrischling nachgewiesen worden. Der Erlegungsort befindet sich östlich des ASP-Schutzzaunes zu Polen. Priorität hat jetzt die Fallwildsuche westlich des Schutzzaunes, um eine eventuelle Ausbreitung der Tierseuche frühzeitig zu erkennen.

Nachdem in Brandenburg das letzte Teilstück des 255 Kilometer langen festen Wildschweinzauns fertiggestellt wurde, haben nun die Baumaßnahmen für einen zweiten festen Schutzzaun begonnen. Geplant ist ein 500 bis 1.000 Meter breiter Schutzkorridor, indem Wildschweine intensiv bejagt werden.

In Deutschland wurde bislang bei mehr als 1.800 Wildschweinen die ASP nachgewiesen. Die Tierseuche breitet sich dabei immer weiter in Ostsachsen und Brandenburg aus. So wurde beispielsweise Ende Juli Schwarzwild erstmals auch im Landkreis Barnim positiv auf das Virus getestet.

Tabelle: Aktuelle Fallzahlen nach Landkreis (Stand 12. August, Quellen: MSGIV Brandenburg, SMS Sachsen) 

Fundort Anzahl bestätigter ASP-Fälle bei Wildschweinen
Landkreis Spree-Neiße 146
Landkreis Oder-Spree 790
Landkreis Märkisch-Oderland 265
Landkreis Dahme-Spreewald 76
Frankfurt (Oder) 204
Landkreis Barnim 7
Landkreis Görlitz 401
Brandenburg & Sachsen gesamt 1.889

 

 

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