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15. Berliner Milchforum: Kurswechsel gefordert, Bürokratieabbau bleibt Illusion

Das diesjährige Berliner Milchforum war mit rund 500 Teilnehmern wieder gut besucht.
Aufgrund aktueller Beratungssitzungen fehlten die politische Vertreter, doch die zentralen Themen bleiben: Standortsicherung, Strukturwandel, Fachkräftemangel und Bürokratieabbau. Letzterer wurde als viel beschworen, aber kaum umgesetzt kritisiert.
Die Veranstaltung bot neben einer Fachausstellung und spannenden Vortragsreihen zu Themen wie dem Milchmarkt und der Blauzungenkrankheit in diesem Jahr vor allem kontroverse Debatten.
Besonders hervorzuheben ist die Zwischenbilanz der Sektorstrategie 2030, die am zweiten Tag gezogen wurde, sowie die kontroverse Diskussion zwischen Ludwig Börger (QM-Milch) und Anne Hamester (Greenpeace) zum Thema Tierwohl.
Der DBV-Vizepräsident Karsten Schmal zog ein klares Fazit: „Wir brauchen Planungssicherheit für unsere Betriebe, ein klares Bekenntnis zur Nutztierhaltung in Deutschland, Vertrauen in die Arbeit des Berufsstandes und endlich Entlastungen beim Verwaltungsaufwand.“ Er betonte, dass die agrarpolitischen Weichen aktuell gestellt werden und die Entscheidungsträger die Anliegen der Branche umsetzen müssten. „Der Agrardiesel ist ein Gewinn, ja. Aber die Herausforderungen gehen weit darüber hinaus.“
Im Rahmen des Berliner Milchforums fand auch wieder ein Fachausschuss Milch des DBV statt. Hier waren EU-Themen wie GMO-Änderungen, Entwaldungsverordnung und Immissionsschutzrichtlinie im Fokus. Kritisiert wurde der zunehmende Verlust von Pragmatismus in Detailregelungen sowie das schwindende Vertrauen in die unternehmerische Arbeit der Landwirte. Besonders im Austausch mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) wurde betont, dass eine klare Positionierung und Kooperation auf Augenhöhe essenziell sind.

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