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Schäferei & Wolf

Schäferei & Wolf (38)

Mit der Schaf-Ziegen-Prämie werden Schaf- und Ziegenbestände von Tierhalterinnen und -haltern gefördert, die in Thüringen Biotopgrünland bewirtschaften. Die erste Förderphase (Richtlinie vom 28. November 2018) erstreckte sich über die Jahre 2019 bis 2021. An Zuwendungsempfänger der Förderphase 2019 bis 2021 wurde mit dem Zuwendungsbescheid die Vorlage „Verwendungsnachweis“ versandt. Dieser Verwendungsnachweis mit Anlagen ist nach Beendigung der Förderung (31. Dezember 2021), also bis zum 31. März 2022, einzureichen. Für das Jahr 2022 ist die Förderung bis zum 31. März 2022 neu zu beantragen. Die Auszahlung steht unter dem Vorbehalt der Verabschiedung des Haushaltes für 2022 durch den Thüringer Landtag. Antragsunterlagen und…
Die Schafbestände in Thüringen sind weiter rückläufig. Nach den vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik beläuft sich der Schafbestand im Freistaat auf nur noch 110.600 Tiere. Das entspricht einem Rückgang von 7.300 Schafen (-6 %) gegenüber November 2020. Hierfür ist vor allem der sinkende Mutterschafbestand ausschlaggebend (siehe Tabelle). Der Bestandsabbau konzentrierte sich auf schafhaltende Betriebe mit mehr als 500 Tieren. Innerhalb von nur zehn Jahren sank der Schafbestand in Thüringen um ein Viertel (Schafbestand 2011: 146.600 Tiere).   2011 2019 2020 2021  Mutterschafe  116.000 93.100 94.100   87.600  Lämmer und Jungschafe  28.100  26.400  22.100  21.100  andere Schafe einschließlich Böcke  1.500…
Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) hat ein Wolfspaar nördlich von Nordhausen zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt als standorttreu eingestuft. Losungen (Kot), Fotofallenbilder und Beobachtungen lieferten über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten entsprechende Nachweise. Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) geht derzeit von sieben sesshaften Wölfen in Thüringen aus, drei bei Ohrdruf, zwei in der Rhön und zwei im Südharz. Herdenschutzmaßnahmen werden in ganz Thüringen gefördert, um Weidetiere vor Wolfs- und Luchsübergriffen zu schützen. Die dazugehörige, aktuell gültige Richtlinie Wolf/Luchs sowie ein Leitfaden zum Umgang mit Nutztierrissen finden Sie unter https://tbv-erfurt.de/themen/schaeferei-wolf.
Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) hat auf das Forderungspapier des Thüringer Bauernverbandes und der Landesverbände Thüringer Ziegen- und Schafzüchter reagiert. In dem Antwortschreiben weist das TMUEN auf Folgendes hin:
Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) ändert derzeit die Richtlinie Wolf/Luchs. Deren Ziel ist es einerseits, Weidetiere zu schützen, indem Zuwendungen für Präventionsmaßnahmen gewährt werden. Andererseits dient die Richtlinie dazu, weidetierhaltenden Betrieben eine Entschädigung zu zahlen, wenn ein Wolf oder Luchs Nutztierschäden verursacht hat. Anlässlich des neugefassten Richtlinienentwurfs hat der Thüringer Bauernverband (TBV) eine Stellungnahme beim TMUEN eingereicht. Sie zielt darauf ab, eine Vollfinanzierung für die Präventionsmaßnahmen „Gewährleistung eines optimalen Herdenschutzes“ sowie „Anschaffung von Herdenschutzhunden“ auch zukünftig sicherzustellen. Durch die neugefasste Richtlinie könnten in Zukunft neben Ausgaben zur Anschaffung von Zäunen oder Herdenschutzhunden auch Ausgaben zur Anschaffung…
Angesichts der zunehmenden Schadensereignisse mit Nutztieren im Wartburgkreis und in Schmalkalden-Meiningen haben der Thüringer Bauernverband (TBV) sowie die Landesverbände Thüringer Ziegen- sowie Schafzüchter einen Forderungskatalog an das Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs (KWBL) übergeben. Die beteiligten Verbände fordern das KWBL unter anderem dazu auf, weidetierhaltenden Betrieben ein Recht auf eine genetische Zweitprobe einzuräumen. Fachkundige Personen des landwirtschaftlichen oder jagdlichen Berufsstandes (sog. Rissbegleiter) sollten künftig eine zweite DNA-Probe an den Bisswunden des gerissenen Tieres nehmen können, wenn sie der Meinung sind, dass das gerissene Nutztier zuvor von dem staatlichen Rissbegutachtenden unfachmännisch beprobt wurde. Die Zweitprobe würde anschließend in einem versiegelten Brief an das…
Nach zwei Nutztierrissen in Kaltennordheim und Diedorf (Rhön) ist am 24. August in Hartschwinden (Ortsteil von Dermbach) ein weiteres Kalb gerissen worden. Der Rissgutachter des Kompetenzzentrums Wolf, Biber, Luchs (KWBL) war schnell vor Ort. Die Begutachtung stieß auch auf Interesse anderer Landwirtinnen und Landwirte, da weidetierhaltenden Betrieben nur dann eine Entschädigung zusteht, wenn ein Wolf oder Luchs als Schadensverursacher festgestellt wurde. Gegenüber dem hierfür verantwortlichen KWBL besteht unter den Betroffenen derzeit eine große Skepsis, was aus den Erfahrungen mit dem KWBL in der Vergangenheit resultiert. So konnte das KWBL in den beiden vorherigen Fällen bis heute kein eindeutiges Ergebnis vorlegen,…

Auf einer Weide zwischen Fischbach und Kaltennordheim kam es Mitte vergangener Woche zu einem Nutztierriss. Dabei handelt es sich um ein Kalb, das in der Nacht zuvor geboren wurde und am nächsten Tag mit schweren Verletzungen im Brust- und Schulterbereich tot auf der Weide lag. Ganze Hautstücke wurden herausgerissen. Nachdem die Tierhalter den Kadaver fanden, kontaktierten sie umgehend das Kompetenzzentrum Wolf, Biber und Luchs des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN). Nutztierrisse müssen unmittelbar nach dem Rissereignis untersucht werden, um verwertbare Speichelproben nehmen zu können. Der angeforderte Gutachter traf allerdings erst nach zwei Tagen am Ort des Rissgeschehens ein. In der Zwischenzeit hatten die Tierhalter das Kalb von der Weide geschafft und gelagert – auf Anweisung des Amtstierarztes. 

Der Vorfall belegt die aktuellen Defizite hinsichtlich einer qualifizierten Begutachtung von Nutztierrissen. Aufgrund der verstrichenen Zeit zwischen Schadensmeldung und -begutachtung sind die Ergebnisse kritisch zu hinterfragen. Unprofessionelles Verhalten bei der Rissbegutachtung wurde uns zuletzt Ende Juni berichtet, als ein anderes Kalb in der Gemeinde Kaltennordheim einem Beutegreifer zum Opfer fiel. Kaltennordheim liegt in einem der drei nachgewiesenen Wolfsterritorien in Thüringen.

Weidetierhalterinnen und -halter sind nach einem Wolfsübergriff in einem emotionalen Ausnahmezustand. Um Struktur in die anstehende Rissbegutachtung zu bringen, hat der Thüringer Bauernverband einen Leitfaden erstellt. Dieser informiert sie auch über die Voraussetzungen für Entschädigungsleistungen, den optimalen Herdenschutz sowie über die Förderung von Präventionsmaßnahmen. Sie können den Leitfaden im Themebereich Schäferrei & Wolf unter Nutztierrisse herunterladen.

Die Tierrechtsorganisation PETA erstattete im April Strafanzeige gegen 32 Merinoschafzüchterinnen und -züchter aus Thüringen und Bayern. Das Halten und Züchten von Merinoschafen verstoße gegen § 17 des Tierschutzgesetzes. Merinoschafe würden unter dem Wollwachstum leiden und bei der Schur tierschutzwidrig behandelt werden. PETA verweist zudem auf das sogenannte Mulesing. Als Mulesing wird das betäubungslose Entfernen von Hautfalten im Schwanzbereich von Schafen be-zeichnet, um Parasitenbefall zu verhindern. In der Pressemitteilung von PETA wird der Eindruck erweckt, als würde dieses australische Verfahren in Deutschland angewandt werden, was nicht der Fall ist. Da die angezeigten Schäferinnen und Schäfer von der Polizei vorgeladen wurden, berieten…
Nach Angaben des Thüringer Umweltministeriums wurden bei Ilfeld (Landkreis Nordhausen) zwei Wölfe gesichtet. Eine Aufnahme beider Tiere gelang mithilfe von Fotofallen. Das weitere Monitoring wird zeigen, ob es sich um durchziehende oder standorttreue Tiere handelt. In der Vergangenheit gab es bereits Aufnahmen von Wölfen nördlich von Nordhausen. Bislang geht das Ministerium von drei Wolfsterritorien in Thüringen aus: Während zwei Fähen im Wartburgkreis bei Zella/Rhön bzw. Tiefenort leben, wurde ein Wolfspaar mit Nachwuchs bei Ohrdruf (Landkreis Gotha) sesshaft.
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