Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) hat die neue Schadensstatistik für das Kalenderjahr 2022 veröffentlicht. In dieser beläuft sich die Zahl vermisster, verletzter und toter Tiere bundesweit auf 4.366. Dies ist gegenüber dem Vorjahr (mit 3.374 Schäden an Nutztieren) ein neuer Höchstwert. Auch die Anzahl der Übergriffe ist von 975 im Vorjahr auf 1.136 gestiegen. Der Anteil geschädigter Tiere liegt mit 89 Prozent bei den Schafen und Ziegen am höchsten, gefolgt von 6 Prozent bei Rindern, 4 Prozent Gehegewild und 1 Prozent Andere. Zum letztgenannten zählen unter anderem 30 Pferde und 3 Hunde. Aus der Statistik…
Am 7. Juni hat der Thüringer Bauernverband (TBV) die Mitglieder der verbandsinternen Arbeitsgruppe Wolf (TBV-AG Wolf) in die Landesgeschäftsstelle nach Erfurt eingeladen, um sich zum aktuellen Wolfsgeschehen in Thüringen auszutauschen.
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Auf der Basis des Koalitionsvertrages fand am 1. Juni die erste Auftaktveranstaltung des Bundesumweltministeriums (BMUV) in Zusammenarbeit mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zur „Dialogreihe Wolf“ statt. Weidetierhalter- und Landnutzerverbände haben sich am Vortrag auf einer durch den Deutschen Bauernverband (DBV) organisierten Pressekonferenz hinsichtlich der Erwartungen und Forderungen in Sachen Wolf geäußert. Die Dialogreihe wurde kritisch gesehen, da man darin einen Versuch des BMUV vermutet, den Einstieg in das notwendige Bestandsmanagement hinauszuzögern. Die Halter von Schafen, Ziegen, Rindern, Pferden und landwirtschaftlichen Wildtieren hätten aber keine Zeit mehr, so Bernhard Krüsken, Generalsekretär des DBV, auf der Pressekonferenz. Die Weidetierhaltung drohe durch diese Verzögerungstaktik ein Opfer…
Mit Veröffentlichung der Bayerischen Wolfsverordnung (BayWolfV) geht der Freistaat Bayern den ersten Schritt in Richtung Bestandsregulierung beim Wolf. Seit dem 1. Mai ist es in Bayern gesetzlich erlaubt, einen Wolf im Interesse der Gesundheit des Menschen und der öffentlichen Sicherheit sowie zur Abwendung ernster landwirtschaftlicher oder sonstiger wirtschaftlicher Schäden zu entnehmen. Mithilfe dieser Verordnung reagiert Bayern auf die in der Vergangenheit wiederholt stattgefundenen Konfrontationen mit dem Wolf auf Weideflächen und in der Nähe von Siedlungen. Demnach soll der Abschuss eines Wolfes laut BayWolfV zukünftig gerechtfertigt sein, wenn sich dieser dem Menschen mehrfach auf unter 30 Meter annähert oder sich der…
Am 28. April fand im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin der Wolfsgipfel des Deutschen Bauernverbandes (DBV) statt. Die Ausbreitung des Wolfes in Deutschland wird für die Halterinnen und Halter von Schafen, Ziegen, Rindern, Pferden und landwirtschaftlichen Wildtieren auf der Weide zunehmend zum existentiellen Problem. Während in anderen europäischen Mitgliedsstaaten bereits eine Regulierung des Wolfes praktiziert wird, erhalten die Weidetierhalterinnen und -halter in Deutschland lediglich Hinweise auf zusätzliche Herdenschutzmaßnahmen und Entschädigungen. Der DBV forderte die Politik auf, die bisherige Strategie im Umgang mit dem Wolf grundsätzlich zu ändern. Die Verharmlosung, Realitätsverweigerung, romantische Verklärung und organisierte Schönfärberei hätten den Konflikt…
Die Ausbreitung des Wolfes in Deutschland wird für Schaf-, Ziegen-, Rinder- und Pferdehaltende sowie jene mit landwirtschaftlichen Wildtieren zunehmend zu einem existentiellen Problem. Während in anderen europäischen Mitgliedsstaaten bereits eine Regulierung des Wolfsbestandes praktiziert wird, erhalten die Weidetierhaltenden in Deutschland lediglich Hinweise auf zusätzliche Herdenschutzmaßnahmen und Entschädigungen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) will zum Thema Wolf und Weidetierhaltung eine ehrliche Bestandsaufnahme durchführen und erforderliche Schritte für eine Regulierung des Wolfsbestandes diskutieren. Hierzu veranstaltet der DBV einen "Wolfsgipfel", der am 28. April von 10 Uhr bis 12.30 Uhr im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin stattfindet und auch im Livestream auf www.bauernverband.de…
Die Ausbreitung des Wolfes in Deutschland wird für Halterinnen und Halter von Schafen, Ziegen, Rindern, Pferden und landwirtschaftlichen Wildtieren auf der Weide zunehmend zum existentiellen Problem. Während in anderen europäischen Mitgliedsstaaten bereits eine Regulierung des Wolfes praktiziert wird, werden in Deutschland lediglich Hinweise auf zusätzliche Herdenschutzmaßnahmen und Entschädigungen gegeben. Auf dem Wolfsgipfel soll eine ehrliche Bestandsaufnahme zum Thema Wolf und Weidetierhaltung durchgeführt sowie erforderliche Schritte für eine Regulierung des Wolfsbestandes diskutiert werden. Hierzu sind Sie ganz herzlich eingeladen. Der Wolfsgipfel wird von der 4D. Digitalagentur für das Land eG in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) durchgeführt und findet am…
Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) hat nach Angaben der Deutschen Presseagentur mittlerweile den Abschuss von drei der fünf Wolfs-Hund-Hybriden in der Rhön bekannt gegeben. Während der in der vergangenen Woche stattgefundenen, Arbeitsgruppe Wolf/ Luch wurde zum Stand der Hybrid-Entnahme geschwiegen, um die Sicherheit der Personen, die die Hybriden entnehmen werden zu gewährleisten, so von Vertreterinnen und Vertretern des TMUEN. Es gab lediglich die Aussage, dass die Aktivitäten zur Entnahme der Wolfs-Hund-Hybriden im Raum Zella/Rhön bis auf weiteres eingestellt werden. Grund dafür seien fehlende Nachweise, um einen Aufenthalt eindeutig zu bestimmen. Laut dem Bundesnaturschutzgesetz müssen Wolfs-Hund-Hybriden entnommen…
Am 9. März fand im Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) das erste Treffen der Arbeitsgruppe Wolf/ Luchs für dieses Jahr statt. Zu dem Treffen waren sämtliche Vertreterinnen und Vertreter der Land- und Forstwirtschaft, insbesondere der Thüringer Weidetierhaltenden sowie der Jagd vertreten. Anlass der Sitzung war zum einen die Ergebnisse des Monitorings des vergangenen Jahres und der Riss eines Herdenschutzhundes am 9. Februar diesen Jahres. Im vergangenen Jahr gab es rund 250 Meldungen von Nutzierschäden, inklusive der Schadensereignisse bei Nutztierrissen durch den Wolf. Über die Hälfte der Nutztierschäden des Jahres 2022 sind auf den Angriff eines Wolfes bzw.…
Der Umweltausschuss des Bundestages hat am 8. Februar über den Antrag der CDU/CSU-Fraktion zu einer „ausgewogenen Balance zwischen dem Schutz von Mensch und Tier und dem Artenschutz“ beraten. Erwartungsgemäß wurde der Antrag von der anderen Bundestagsparteien abgelehnt. Dieses Verhalten zeigt einmal mehr, dass eine sachliche Diskussion und ein sinnvolles Handeln beim Thema Wolf nicht gewollt ist. Ein regionales Wolfmanagement, wie im Koalitionsvertrag beschlossen, wird ebenso von den Bundestagsfraktionen der Bundesregierung und dem Bundesumweltministerium ausgebremst. Aktuell können die Diskussion um ein aktives Wolfsmanagement als Stillstand bezeichnet werden. Umso wichtiger ist es, den politischen Druck auf allen Ebenen hoch zu halten und…
Das Kompetenzzentrum Wolf/ Biber/ Luchs des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (KWBL) veranstaltet am 17. Oktober vom 10 Uhr bis 16 Uhr im Bürgersaal in Günthersleben und auf einer Außenflächen nahe Schwabhausen die Fachtagung Herdenschutz. Informiert werden soll über die Möglichkeiten der Förderung von Herdenschutzmaßnahmen in Thüringen und die Arbeit mit Herdenschutzhunden. Außerdem erhält man Tipps und eine Vorführung zum wolfsabweisenden Zaunbau. Näheres zum Programm finden Sie hier. Das KWBL bittet um Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Am 15. September fand ein Treffen der AG Wolf und Luchs beim Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) statt. Das beim TMUEN angesiedelte Kompetenzzentrum Wolf/ Biber/ Luchs informierte hier über die Monitoring–Ergebnisse aus dem Zeitraum vom 1. Mai 2021 bis 30. April 2022 sowie über die Neufassung der Richtlinie Wolf/ Luchs vom 23. Mai. Mit Stand 30. April leben in Thüringen acht adulte selbständige Luchse und vier Jungtiere sowie sieben territoriale adulte Wölfe mit sieben Jungtieren. Gemäß der Richtlinie werden Präventionsmaßnahmen, zusätzliche Betriebsausgaben sowie Billigkeitsleistungen/ Entschädigungen finanziert. Die Zahlungen unterfallen nicht der De-Minimis-Beihilfe-Regelung.
Das Kompetenzzentrum Wolf/ Biber/ Luchs des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz lädt zu zwei Informationsveranstaltungen zum Thema „Wölfe in Thüringen- Aktueller Stand & Management“ ein. Die Veranstaltungen finden am 23. August im Feuerwehrgerätehaus Neuhaus (Schwarzburger Str. 47, 98724 Neuhaus am Rennweg) und am 9. September im Technischen Denkmal Lehesten (Staatsbruch 17, 07349 Lehesten) jeweils von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr statt. Sie richten sich an Bürgerinnen und Bürger sowie Weidetierhalterinnen und –halter. Präsentiert werden sollen die Erkenntnisse aus dem Thüringer Wolfsmonitoring und es soll um Thema Wolf (Verhaltensweise, Wolfsmanagement in Thüringen, Fördermöglichkeiten für Herdenschutzmaßnahmen) informiert werden.
Seit Jahren steigt die Zahl der in Deutschland lebenden Wölfe. Infolgedessen nehmen auch die Wolfsübergriffe auf Weidetiere zu. Die Anzahl der verwundeten und getöteten Tiere ist von 40 im Jahr 2006 auf 3.959 Tiere im Jahr 2020 angestiegen. Während der digitalen Internationalen Grünen Woche stellte deswegen der Deutsche Bauernverband und das Aktionsbündnis Forum Natur ein Konzept für ein aktives Wolfsmanagement vor. Ziel des Modelles ist es, zunächst einen Akzeptanzbestand von Wölfen und darauf aufbauend eine Entnahmequote zu ermitteln. Für die Ermittlung eines akzeptablen Wolfsbestandes müsste Deutschland zunächst in 10 x 10 Kilometer Raster unterteilt werden. Anschließend sind je nach Region…