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Marktfrucht & Futterbau

Marktfrucht & Futterbau (234)

Der Bundesrat hat vergangenen Freitag einer erneuten Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (PflSchAnwVO) zugestimmt und damit die Anwendung von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln auf nationaler Ebene geregelt. Die Anpassung war notwendig, da das schon 2021 beschlossene nationale Anwendungsverbot von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln nach der erneuerten Wirkstoffgenehmigung des Herbizids 2023 im Widerspruch zum EU-Recht steht. Kritisch ist jedoch deutlich anzumerken, dass man an sämtlichen nationalen Verschärfungen mit Anwendungsvorgaben sowie -verboten – wie z.B. in Wasserschutzgebieten – festgehalten hat, obwohl hierfür keine fachliche Grundlage und rechtliche Notwendigkeit bestehen. Der Bundesrat folgt damit der Linie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, welches im Vorfeld zahlreiche Verkündungshindernisse angedroht hat. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat mit seinen Landesbauernverbänden im Vorfeld eine intensive Aufklärungsarbeit geleistet, um auf Auswirkungen im Bereich bodenschonende Bewirtschaftung, CO2-Ausstoß u.v.m. hinzuweisen. 

 

DBV Ackerbauinfo 23/2024

Freitag, 14. Juni 2024

Dürre in Mexiko


Die anhaltende Dürre in Mexico wird nach Schätzungen der Regierung auch in diesem Jahr die Maisernte beeinträchtigen. Einem am Dienstag von Ladwirtschaftsministerium vorgelegten Bericht zufolge dürfte Mexico in der 18-monatigen Saison rund 25,15 Millionn Tonnen...

Am 14. März hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) einen Beteiligungsprozess für ein „Zukunftsprogramm Pflanzenschutz“ gestartet. Dazu hat der Deutsche Bauernverband (DBV) bereits eine Stellungnahme verfasst und bezeichnet das Programm als Affront gegenüber der Landwirtschaft. In dem Programm setzt das BMEL die falschen Akzente, ignoriert Technik, Innovation sowie Fortschritt und fokussiert einseitig auf Ordnungsrecht und eine pauschale Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. In einem am vergangenen Mittwoch versandten Schreiben fordern, unter Federführung des DBV, 30 Verbände der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft das BMEL auf, die Vorschläge zurückzunehmen und sich stattdessen für einen nachhaltigen und fachlich fundierten Schutz land- und forstwirtschaftlicher Kulturen vor Schädlingen, Krankheiten und Konkurrenz einzusetzen. Das Programm sei ein Rückbauprogramm für die deutsche Landwirtschaft und für deren Produktivität. Die Verbände warnen vor einer Produktionsverlagerungen ins Ausland, wenn die Bundesregierung an den Vorschlägen festhält. Alles andere wäre ein Rückschritt für Landwirtschaft, Ernährungssicherung und Umwelt.

 

DBV Ackerbauinfo 23/2024

Freitag, 07. Juni 2024

DBV-Fachausschuss Getreide und Saatgut

Am Montag fand die erste diesjährige gemeinsame Sitzung der DBV- Fachausschüsse Getreide und Saatgutfragen statt. Im Fokus stand das vielfach diskutierte Urteil des Bundesgerichtshofes zum Erntegut. Dies besagt, dass der Handel künftig seinen Erkundigungspflichten, ob die sortenschutzrechtlichen Vorschriften eingehalten worden sind, bei den anliefernden Landwirten nachkommen muss. Dies betrifft bereits die Ernte 2024 und hinterlässt sowohl beim Handel als auch bei den Landwirten viele Fragezeichen. Einig waren sich die Landesbauernverbände...

Neues Düngegesetz

Donnerstag, 06. Juni 2024
Am 6. Juni stimmte der Bundestag über das neue Düngegesetz ab. Im Düngegesetz werden die sogenannte Stoffstrombilanz und die Einführung eines Wirkungsmonitoring geregelt. Die geplanten Änderungen bei der Stoffstrombilanz umfassen folgendes: die Stoffstrombilanz wird in Nährstoffbilanz umbenannt, Bilanzierungspflicht gilt zukünftig für landwirtschaftliche Betriebe schon ab 15 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF), zuvor ab 20 Hektar Verlängerung der Frist für die betriebliche Aufzeichnung von 3 auf 6 Monate nach Zu- und Abfuhr Ausnahmemöglichkeiten der Bilanzierung von Kurzumtriebsplantagen, Weihnachtsbaumkulturen, Baumschulen, Baumobst- sowie nicht im Ertrag stehende Wein- und Strauchbeerenflächen Bewertung des Saldos mit pauschalem zulässigem Bilanzwert von 175 kg N/ha perspektivisch aufheben…
Thüringen ist nach wie vor Feldhamsterland Nr. 1 in Deutschland. Doch die letzten Trockenjahre, der immense Flächenverbrauch und fehlende Feldfutterflächen setzen den Feldhamster unter Druck. Besonders in Kalamitätsjahren der Feldmaus, stand der Feldhamster oft im Mittelpunkt der Diskussion, inwieweit die landwirtschaftlichen Betriebe auf ihren Flächen Rodentizide einsetzen dürfen. Ein Grund für die Diskussion zwischen dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) mit dem Thüringer Bauernverband (TBV) der letzten Jahre war die Ausweisung der sogenannten Vorkommensgebiete des Feldhamsters, welche in einem Raster von 10x10km ausgeführt werden. Dies hat zur Folge, dass nahezu das gesamte Thüringer Becken mit seinen Randlagen…

DBV Ackerbauinfo 22/2024

Freitag, 31. Mai 2024

Bärische Tendenzen bei Brotgetreide
Der nahezu ungebrochene Auftrieb der Wei-zenkurse an den Terminmärkten treibt die Kassapreise weiter nach oben. Der Frontter-min in Paris kratzte an der Marke von 270 EUR/t und damit auf einem 14-Monatshoch. ...

DBV Ackerbauinfo 21/2024

Freitag, 24. Mai 2024

Bangen um Weizenangebot 2023/24

An den Wettermärkten geht es aktuell richtig heiß her, so dass den bislang steigenden europäischen Weizenkursen stürmische Zeiten bevorstehen. Zu wenig Wasser in Russland und Australien, zu viel Regen in Europa: Die Spekulanten an den Agrarmärkten blicken auf die Wettervorhersagen, die für die Ernten derzeit eher ungünstig sind, was den Preisen für Weizen und Mais zu Beginn der Woche wieder Auftrieb verlieh. Damit steht auch Paris vollständig unter dem Einfluss ...

DBV Ackerbauinfo 20/2024

Freitag, 17. Mai 2024

Spätfröste in Russland

In den südlichen Anbauregionen Russlands kam es am Wochenende erneut zu unüblichen Spätfrösten, nachdem das trockene Wetter bereits zu ersten Ertragseinbußen geführt hatte. „Es ist schwierig, die mit dem Frost verbundenen Verluste zu messen, aber russische Exportquellen haben ihre Schätzungen für die gesamte Weizenernte auf 84 Mio bis 86 Mio t gesenkt“, so AgResource in einer Mitteilung ...

Am 28. und 29. Mai findet die Fachtagung „Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie – BonaRes“ in Leipzig statt. Hierbei werden die Ergebnisse aus neun Jahren Forschung für eine nachhaltige Bodennutzung präsentiert.

Das Programm gestaltet sich aus Vorträgen mit anschließenden Diskussionen und einem Austauschformat bei dem sich die Projekte an einzelnen Ständen mit ihren zentralen Ergebnisse präsentieren und zum Gespräch einladen.

Weitere Informationen gibt es hier. 

 

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